Letztes Update:
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Linke fordern Gleichstellung von Geimpften und Getesteten

12:30
03.05.2021
In der Diskussion um Corona-Lockerungen für Geimpfte hat sich die Linken-Co-Vorsitzende Janine Wissler (Linke) für eine Gleichstellung von getesteten und vollständig geimpften Menschen ausgesprochen. Es sei nicht zu akzeptieren, «dass man mit einem negativen Test mehr machen dürfe, als mit einer Corona-Impfung», sagte die Linken-Politikerin am Montag nach Beratungen des Parteivorstands in Berlin.

Deutsche Modellregionen für Tourismus, wie auf der Insel Sylt, sehe Wissler dagegen «skeptisch». Die Beschäftigten dort seien «vielfach nicht geimpft und damit nicht geschützt», sagte sie. Die größte deutsche Nordseeinsel gehört zur touristischen Modellregion Nordfriesland. Unter strengen Auflagen wird der Tourismus dort wieder hochgefahren.

Angesichts der vergleichsweise geringen Zahl von Menschen mit einer Zweitimpfung, «warnen wir davor, jetzt Lockerungen zu beschließen», betonte Wissler. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag (Stand: 3. Mai, 12.00 Uhr) erhielten in Deutschland bislang 28,2 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung. Den vollen Impfschutz bekamen demnach acht Prozent der Bevölkerung.

(dpa)

Umfrage: Weiter Impfskepsis in EU - Offene Fragen beim grünen Pass

12:26
03.05.2021
In der Europäischen Union ist die Skepsis gegen eine Corona-Impfung einer Umfrage zufolge nach wie vor verbreitet. 33 Prozent der EU-Bürger wollten sich weder so schnell wie möglich noch in diesem Jahr impfen lassen, sagte der Vertreter der EU-Kommission in Österreich, Martin Selmayr, am Montag in Wien. Damit drohe das Ziel einer Herdenimmunität in diesem Jahr verfehlt zu werden. In Deutschland sei der Anteil der Impfskeptiker etwas geringer als im EU-Durchschnitt, so Selmayr unter Berufung auf eine Umfrage unter 27.000 Bürgern, die im Auftrag der EU im Februar und März erhoben wurde.

Der EU-Spitzenbeamte warb für Verständnis, falls das EU-weit geplante Zertifikat für Mobilität und Zutritt zu Geschäften und Veranstaltungen nicht von Anfang an zu hundert Prozent funktionieren sollte. Auch Israel, das als Vorbild für den grünen Pass gilt, habe wochenlang mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. «Der grüne Pass hat in den ersten Wochen nicht auf dem Iphone funktioniert.»

Wichtig sei, dass sich die 27 EU-Mitgliedsländer vor dem Start des Zertifikats in zwei zentralen Fragen einigten. So sei noch umstritten, ob jemand bereits drei Wochen nach dem ersten Stich oder erst nach voller Immunisierung als geimpft gelte. Außerdem müssten sich die Staaten noch einigen, ob ausschließlich von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassene Impfstoffe gelten sollten oder auch chinesische Vakzine und das russische Präparat Sputnik V.

Jedenfalls sei das Zertifikat in den jeweiligen Staaten Grundlage für ein diskriminierungsfreies Bewegen. Geimpfte, genesene oder getestete Menschen müssten die gleichen Rechte haben - egal, ob Tourist oder Einheimischer. 

(dpa)

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