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20210526102536

EU-Behörde entscheidet Freitag über Corona-Impfstoff für Kinder

10:24
26.05.2021
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA wird voraussichtlich am Freitag über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahre entscheiden. Der zuständige Experten-Ausschuss werde am Freitag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Anschließend wolle die Behörde das Ergebnis bekannt geben. Eine Zulassung gilt als wahrscheinlich.

Der deutsche Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten die Erweiterung der Zulassung des Impfstoffes auch für 12- bis 15-Jährige beantragt. Bisher ist das Mittel nur für Menschen ab 16 Jahre in der EU zugelassen.

In den USA und Kanada darf das Mittel bereits bei Kindern angewendet werden. Nach Angaben der Hersteller beweisen Studien die sehr gute Wirksamkeit und Verträglichkeit des Präparats auch bei Kindern. Von den in der EU bisher zugelassenen vier Impfstoffen ist noch keines für Kinder zugelassen.

(dpa)

Vor Löws Start in Seefeld: Corona-Regeln sorgen für viele Fragen

10:23
26.05.2021
Die Corona-Problematik sorgt bei Joachim Löw und seinen Mitarbeitern schon vor dem Start in die EM-Vorbereitung für viele Fragen und Komplikationen. Ob und wann Routinier Toni Kroos und die sechs England-Profis, die der Bundestrainer in sein 26-köpfiges Aufgebot für das paneuropäische Turnier ab 11. Juni berufen hat, ins Trainingslager in Seefeld anreisen können, ist derzeit noch unklar.

Kroos hat sich mit dem Coronavirus infiziert, sein Trainingsstart hängt vorrangig von der Genesung ab. Bernd Leno, Ilkay Gündogan, Antonio Rüdiger, Kai Havertz, Timo Werner und Robin Koch sind von den neuen schärferen Quarantäne-Vorschriften für Bürger betroffen, die aus dem Virusvariantengebiet Großbritannien einreisen. Das trifft sowohl für die Einreise in Deutschland als auch in Österreich zu.

«Die Komplexität des Themas und die Auflagen sind uns bewusst. Wir arbeiten aktuell an Lösungen», sagte Nationalmannschafts-Sprecher Jens Grittner am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Löw reist mit seinem Trainerstab am Donnerstag im österreichischen Seefeld an, die Mannschaft folgt am Freitag. Gündogan (Manchester City) sowie die Chelsea-Profis Rüdiger, Havertz und Werner, deren Clubs am 29. Mai in Porto gegeneinander das Champions-League-Finale bestreiten, sollten eigentlich nach dem ersten Testspiel der Nationalelf am 2. Juni in Innsbruck gegen Dänemark zum Team stoßen.

Dem Trainingscamp in Tirol schließt sich am 7. Juni in Düsseldorf die EM-Generalprobe gegen Lettland an. Einen Tag später bezieht der DFB-Tross sein EM-Stammquartier in Herzogenaurach. Das erste Gruppenspiel bestreitet Deutschland am 15. Juni in München gegen Weltmeister Frankreich.

(dpa)

Falschinformationen hochgeladen: Youtube löscht «Querdenken»-Kanal

10:22
26.05.2021
Die Video-Plattform Youtube hat den Kanal der umstrittenen Gruppierung «Querdenken 711» gelöscht. «Querdenken 711» sei in einem ersten Schritt wegen des Hochladens von Inhalten, die gegen die Youtube-Richtlinien für Fehlinformationen verstoßen hätten, abgemahnt worden, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Danach sei der Kanal zunächst gesperrt worden, so dass die Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen keine weiteren Videos in dem Kanal mehr hochladen konnten. «Während dieser Suspendierung versuchten sie, die Vollstreckung zu umgehen, indem sie einen anderen Kanal benutzten, und als Ergebnis wurden beide Kanäle gelöscht.» «Querdenken 711» hatte zuletzt rund 75 000 Abonnenten.

Die «Querdenken»-Initiative hat ihren Ursprung in Stuttgart, 711 steht für die Telefonvorwahl der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Ihre Anhänger gehen seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Die «Querdenken»-Bewegung in Stuttgart und anderen Regionen Deutschlands wird inzwischen von verschiedenen Verfassungsschutzämtern beobachtet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet die Szene als sogenanntes Sammelbeobachtungsobjekt, ähnlich wie beim Salafismus. Bei der Überwachung können auch geheimdienstliche Mittel eingesetzt werden, sowie Bankkonten und Finanzströme zwischen den Akteuren durchleuchtet werden.

(dpa)

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