Letztes Update:
20210526102411

Corona-Pandemie verhagelt Brauern das Geschäft

09:00
26.05.2021
Die Schließung von Gaststätten und die Absage von Veranstaltungen hat die Brauer 2020 stark getroffen. Im vergangenen Jahr wurden im Südwesten rund 5,1 Millionen Hektoliter alkoholhaltiges Bier gebraut, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Damit sei die Produktion um fast 10 Prozent gesunken.

Die im vergangenen Jahr produzierte Menge erzielte einen Absatzwert von 445 Millionen Euro und damit 86 Cent je Liter. Im Jahr 2019 betrug der Produktionswert noch 510 Millionen Euro und damit 89 Cent je Liter, wie die Statistiker mitteilten. Im Südwesten gibt es 210 Brauereien. Die Branche sei mittelständisch geprägt, sagte ein Sprecher des Baden-Württembergischen Brauerbunds. Anfang des Jahres habe auch Bier vernichtet werden müssen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen gewesen sei.

Für das laufende Jahr sei die Branche vorsichtig optimistisch. «Das Wetter muss mitspielen, und wir setzten auf die Fußball-Europameisterschaft.» Und natürlich dürfe die Pandemie nicht wieder einen Strich durch die Rechnung machen.

(dpa)

Spahn: Kinder-Impfung auch ohne allgemeine Stiko-Empfehlung anbieten

08:26
26.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt weiterhin auf Corona-Schutzimpfungen für ältere Kinder und Jugendliche, auch wenn die Ständige Impfkommission (Stiko) dafür keine allgemeine Empfehlung aussprechen sollte. Die Stiko gebe eine Empfehlung, sagte der CDU-Politiker in der Sendung «Frühstart» bei RTL/ntv. «Im Lichte dieser Empfehlung können dann die Eltern mit ihren Kindern, den Ärztinnen und Ärzten die konkreten Entscheidungen treffen, ob jemand geimpft wird oder nicht.» Dies sei eine individuelle Entscheidung.

Der Hersteller Biontech/Pfizer hat eine Zulassung seines Präparats ab zwölf Jahren bei der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) beantragt. Mit einer Entscheidung wird noch bis Ende Mai gerechnet. Die Stiko behält sich aber eigene Klärungen für eine mögliche Impfempfehlung vor. Ihr Mitglied Rüdiger von Kries erwartet derzeit nicht, dass es eine allgemeine Impf-Empfehlung für alle Kinder geben wird.

Spahn sagte: «Der Impfstoff wäre dann, wenn die Europäische Arzneimittelagentur das macht, ein zugelassener Impfstoff auch für diese Altersgruppe.» Schon vor Beginn der Sommerferien solle den ersten Kinder und Jugendlichen dann ein Impfangebot gemacht werden, erklärte er. «Wenn die Zulassung da ist, werden wir dann nach und nach - nicht allen auf einmal - Kindern und Jugendlichen über zwölf Jahren ein Angebot machen, sich impfen zu lassen.»

Eine Impfung als Voraussetzung zur Teilnahme am Präsenzunterricht lehnte der Gesundheitsminister jedoch ab: «Ich sehe nicht, dass wir eine verpflichtende Impfung haben werden für den Schulbesuch.»

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen