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Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt deutlich

16:03
25.05.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist nach dem Pfingstwochenende deutlich gefallen. Am Dienstag lag sie nach Angaben des Landesgesundheitsamtes landesweit bei 59,4 - nach 74,6 am Vortag und 87,7 vor einer Woche. 17 der 44 Stadt- und Landkreise liegen nun unter der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am Montag waren es noch sieben. Noch vier Regionen liegen oberhalb der 100er-Marke.

Über lange Feiertagswochenenden fallen die Zahlen generell niedriger aus als sonst, weil weniger Menschen zum Arzt gehen und weniger getestet wird.

Am höchsten ist der Wert mit 124,6 weiterhin im Zollernalbkreis. Auch dort sank er aber deutlich im Vergleich zum Vortag. Die geringste Inzidenz verzeichnet weiterhin der Landkreis Emmendingen mit nun 17,4.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie stieg den Daten zufolge um 376 auf 488 316. Inzwischen sind 9875 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren 26 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 455 250 Menschen (plus 1857).

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden inzwischen 39,8 Prozent der Bevölkerung im Südwesten mindestens einmal geimpft - der Bundesdurchschnitt liegt bei 40,4 Prozent. Als vollständig geimpft gelten 14,2 Prozent (bundesweit: 14,3).

14,1 Prozent der 2377 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

(dpa/lsw)

Wie ansteckend sind Kinder? - Drosten-Studie in «Science» erschienen

15:46
25.05.2021
Die Daten sind nun im Fachblatt «Science» erschienen: Der Virologe Christian Drosten hält an seiner Einschätzung zu einer Ansteckungsgefahr auch durch Kinder beim Coronavirus fest. «Mein anfänglicher Eindruck einer ungefähr gleich großen Infektiosität aller Altersgruppen hat sich bestätigt, nicht nur hier, sondern auch in anderen Studien», sagte der Berliner Coronaviren-Experte laut einer Mitteilung der Charité vom Dienstag.

Für die am Dienstagnachmittag publizierte Studie bestimmten Wissenschaftler um Drosten für mehr als 25 000 Covid-19-Fälle die sogenannten Viruslasten, also die Menge des Viruserbguts in der PCR-Probe. «Die Erbgutkopien repräsentieren näherungsweise die Virusmenge im Rachen der Patienten und lassen daher Voraussagen über deren potenzielle Infektiosität zu», erklärte die Charité.

Einbezogen wurden Menschen ohne Krankheitsanzeichen ebenso wie Patienten mit unterschiedlich schweren Symptomen bis hin zu Krankenhausfällen.

Bei Erwachsenen zwischen 20 und 65 Jahren zeigten sich demnach «keine nennenswerten Unterschiede» bei der Viruslast. In den Proben der jüngsten Kinder zwischen 0 und 5 Jahren seien die niedrigsten Viruslasten gefunden worden, bei älteren Kindern und Jugendlichen hätten sich die Werte mit steigendem Alter denen der Erwachsenen angeglichen, heißt es weiter.

Die Werte von Kindern sieht Drosten durch eine andere Art der Probenentnahme im Vergleich zu Erwachsenen beeinflusst: Es würden deutlich kleinere Tupfer eingesetzt, die weniger als halb so viel Probenmaterial einbrächten. Statt der schmerzhaften tiefen Nasenrachen-Abstriche würden zudem oft einfache Rachenabstriche gemacht, in denen sich nochmals weniger Virus finde. Deshalb seien bei Kindern von vorn herein geringere Viruslast-Messwerte zu erwarten.

Erste, noch nicht von unabhängigen Fachleuten geprüfte Auswertungen zu Viruslasten hatte Drosten bereits vor mehr als einem Jahr vorgelegt. Diese waren auch in der Debatte um die Öffnung von Schulen und Kindergärten viel beachtet worden.

(dpa)

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