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20210524121606

WHO-Schätzung: weltweit 115 000 Pflegekräfte an Corona gestorben

12:15
24.05.2021
Mindestens 115 000 Pflegekräfte sind nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion ums Leben gekommen. «Es gibt nur spärliche Berichte, aber wir schätzen, dass mindestens 115 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheits- und Pflegedienste mit dem Leben für ihren Dienst an anderen bezahlt haben», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag zum Auftakt der Jahrestagung der 194 WHO-Länder in Genf.

Er werde nicht um eine Schweigeminute bitten, sagte Tedros. Stattdessen rief er die wenigen Dutzend Anwesenden im Tagungsraum sowie alle online aus den Hauptstädten Zugeschalteten zu einer Dankesaktion für die Millionen Pflegekräfte weltweit auf. Er ermunterte Zuschauerinnen und Zuschauer, viel Krach zu machen, etwa zu applaudieren, zu rufen oder mit den Füßen zu stampfen. Er selbst stimmte in anhaltenden Applaus ein.

Zu Beginn der Pandemie hatte es in zahlreichen Ländern zu einer bestimmten Tageszeit öffentliche Applausaktionen gegeben, um Pflegekräften für ihren Einsatz zu danken.

(dpa)

Metallarbeitgeber stellen Impfungen in Betrieben in Frage

12:13
24.05.2021
Die baden-württembergischen Metallarbeitgeber stellen das geplante Impfen in den Betrieben angesichts des mangelnden Impfstoffs und der Termine von Beschäftigten bei Hausärzten in Frage. «Schon heute ist klar, dass weder die gewünschten Mengen noch die gewünschten Termine eingehalten werden», sagte Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Dienstag). «Vor diesem Hintergrund ist eine verlässliche Betriebsplanung nicht möglich. Die Impfvorgänge nannte er «zerfleddert». Pro Woche würden voraussichtlich im Juni viel weniger Beschäftigte geimpft werden können, als die Unternehmen geplant hätten.

Betriebe könnten ihre Impfstrukturen dafür nicht aufrechterhalten, sagte Dick. «Die Ressourcen, Personal und Platz, können nicht für mehrere Wochen vorgehalten werden. Es würden zudem immer mehr Beschäftigte von den Hausärzten geimpft. «Damit sinkt der Anteil der noch zu impfenden Beschäftigten», sagte Dick. Er geht davon aus, dass viele Betriebe von ihren Impfplänen Abstand nehmen, «wenn sich nicht schnell etwas ändert».

Ab dem 7. Juni sollen Betriebsärzte flächendeckend in die Impfungen einsteigen.

(dpa/lsw)

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