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Freitag, 21. Mai

Merkel ruft zu Vorsicht bei Corona-Öffnungen auf

17:50
21.05.2021
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu Vorsicht bei Lockerungen von Corona-Beschränkungen auch zu Pfingsten aufgerufen. Sie hoffe nach der langen Zeit des Schließens, dass die Menschen «sehr verantwortungsvoll mit diesen Möglichkeiten umgehen», sagte Merkel am Freitag in Berlin. «Das Virus ist nicht verschwunden.» Deshalb seien Schutzregeln nach wie vor unbedingt einzuhalten. «Maske tragen und Abstand halten, das ist von aller-, allergrößter Bedeutung.»

Merkel sagte mit Blick auf gesunkene Infektionszahlen: «Wir können uns angesichts der Entwicklung eben auch Öffnungsschritte erlauben.» Sie gehe aber davon aus, dass «bei der gebotenen Aufmerksamkeit und Sorgfalt, die hoffentlich viele und die allermeisten anwenden, wir dann nicht darüber reden müssen, dass wir wieder schließen müssen.»

Merkel betonte: «Das Wetter ist eine Hilfestellung. Aber das Wetter erlaubt nicht zu vergessen, dass wir nach wie vor in der Pandemie leben.» Auch mit Blick auf die neue indische Virus-Variante mahnte sie: «Wir müssen aufpassen.»

Thema beim «Impfgipfel» mit den Länden in der kommenden Woche sollen auch mögliche Auffrischungsimpfungen sein. «Wenn mit Nachimpfungen begonnen werden muss, dann mit Sicherheit wieder bei der älteren Bevölkerung», sagte Merkel. «Aber ich sehe vor dem Herbst diese Aufgabe nicht auf uns zukommen.» Vorerst liege die Konzentration darauf, möglichst viele noch nicht geimpfte Menschen zu impfen. «Das wird die Aufgabe des Sommers sein.»

(dpa)

Zu wenig Impfstoff für das Land? Spahn weist Kritik zurück

17:49
21.05.2021
Im Streit um die Verteilung von Corona-Impfstoff hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Kritik seines baden-württembergischen Amtskollegen Manfred Lucha (Grüne) zurückgewiesen. Die Impfstoffe würden so wie vereinbart auf die Länder aufgeteilt, sagte Spahn den «Stuttgarter Nachrichten» und der «Stuttgarter Zeitung» (Samstag). Die Lieferpläne seien von seinem Ministerium zu keinem Zeitpunkt zu Lasten der Länder geändert worden. «Wie viel davon wann an welches Impfzentrun im Land geht, das entscheidet ganz allein Stuttgart», so Spahn. Auch gebe es nach seinen Informationen durchaus noch Impfstoff in Baden-Württemberg, der noch nicht den Weg zu Patienten gefunden habe, etwa von Johnson & Johnson oder Moderna.

Lucha hatte sich wegen des aktuellen Mangels von Corona-Impfstoff im Südwesten in einem Brief an Spahn gewandt und kritisiert: «Leider halten die Impfstofflieferungen des Bundes nicht so mit, wie wir das brauchen.»

Spahn bemängelte im Gespräch mit den Stuttgarter Blättern zudem, dass Lucha unabgestimmt die Priorisierungen für Impfstoffe bei den Hausärzten ganz aufgehoben habe. Wer die Priorisierung vorzeitig aufhebe, müsse auch mit den Folgen umgehen. «Dass in Baden-Württemberg momentan ganz viele Impfwillige vergeblich in Arztpraxen anrufen, hängt damit zusammen. Dafür kann man dann nicht die Bundesregierung verantwortlich machen», so Spahn in dem Interview.

(dpa/lsw)

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