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Lockerungen beginnen in Frankreich

09:58
03.05.2021
In Frankreich hat am Montag die erste größere Etappe der Corona-Lockerungen begonnen. Die Menschen im Land dürfen sich nun tagsüber wieder ohne triftigen Grund mehr als zehn Kilometer von ihren Wohnungen entfernen. Das heißt, auch Reisen in andere Regionen sind wieder erlaubt. Die nächtliche Ausgangssperre ab 19.00 Uhr bleibt allerdings noch bis Mitte Mai bestehen. Außerdem beginnt in den Mittel- und Oberstufen nun auch wieder der Präsenzunterricht - allerdings nicht für alle in voller Klassenstärke.

Präsident Emmanuel Macron hatte in der vergangenen Woche weitgehende Öffnungen angekündigt. So sollen ab dem 19. Mai Außenbereiche von Restaurants, Geschäfte und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Die abendliche Ausgangssperre soll dann erst um 21.00 Uhr beginnen. Im Juni sollen dann weitere Lockerungen folgen. Macron kündigte auch eine Art Notbremse an. Sie soll verschiedene Faktoren wie die Auslastung der Intensivstationen in Betracht ziehen und sieht eine Sieben-Tage-Inzidenz von 400 als Richtwert vor.

An den weitergehenden Öffnungsplänen hatte es auch Kritik gegeben. «Der Zeitplan ist eine Tatsache», sagte der Generaldirektor der öffentlichen Krankenhäuser von Paris, Martin Hirsch, dem Sender Franceinfo am Montag. Es ginge nun nicht darum, ob ihm das passe. «Es ist ein Zeitplan, der für Frankreich beschlossen worden ist, wir werden damit umgehen.» Er warnte jedoch vor dem Risiko einer vierten Welle, wenn sich die Menschen nun nicht mehr an Abstandsregeln hielten. Zwei wichtige Werkzeuge seien die Impfung und Selbsttests.

In Frankreich wurden zuletzt 365 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gezählt. Dieser Wert ist in den vergangenen Wochen stetig gesunken. Mit Stand Sonntagabend haben knapp 24 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine erste Impfung erhalten. Das Land ist von der Covid-19-Pandemie schwer getroffen - rund 105 000 Corona-Tote wurden bisher offiziell gezählt.

(dpa)

Corona-Lage in Georgien: Nahverkehr eingestellt, Feiertage verlängert

09:51
03.05.2021
Wegen steigender Corona-Neuinfektionen in der Südkaukasus-Republik Georgien ist der Nahverkehr in den Städten des Landes weitgehend eingestellt worden. Bis Dienstag nächster Woche sollen die meisten Linienbusse in den Depots bleiben, um so eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, wie die Behörden in der Hauptstadt Tiflis am Montag mitteilten.

Zudem gilt ein Besuchsverbot auf Friedhöfen für einige Tage. Rund um das orthodoxe Osterfest gehen viele Gläubige an die Gräber ihrer Verstorbenen. Wer sich nicht daran hält, muss bis zu 500 Euro Strafe zahlen.

In Georgien am Schwarzen Meer gab es zu Wochenbeginn laut offizieller Statistik mehr als 500 Neuinfektionen. Mehr als 300 000 der 3,7 Millionen Einwohner haben sich seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr infiziert. Zuletzt habe es wieder mehr Erkrankungen gegeben, hieß es. Deshalb seien die Feiertage rund um den 1. Mai um eine Woche verlängert worden.

(dpa)

Söder kündigt Öffnung von Grundschulen bis Inzidenz 165 an

09:50
03.05.2021
Grundschulen in Bayern dürfen von kommenden Montag an voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zeigte sich am Montag nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen - wie in der sogenannten Bundes-Notbremse vorgesehen - und nicht wie bisher in Bayern schon bei 100. Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Details zur Ausgestaltung der Regelung nannte er aber zunächst nicht. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

(dpa)

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