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Südafrika erhält erste Lieferung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs

09:31
03.05.2021
Südafrika hat seine erste Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten. Das teilte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Damit soll Südafrika die für Ende Mai geplante zweite Phase seiner Impfkampagne beginnen können, die unverzichtbare Arbeitskräfte sowie Menschen über 60 Jahre einschließt.

Bislang wurden seit Mitte Februar gut 318 000 Beschäftigte des Gesundheitswesens geimpft. Der Kap-Staat hat 30 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs bestellt. Bis Ende Juni sollen davon 4,5 Millionen Dosen geliefert werden.

Südafrikas Impfkampagne läuft schleppend und wurde bereits zweimal verzögert. Mitte April legte das Gesundheitsministerium die Einführung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson wegen des Risikos von Blutgerinnseln zeitweise auf Eis. Wenige Wochen zuvor mussten die geplanten Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff gestoppt werden. Hintergrund sind Ergebnisse einer Studie, nach der Astrazeneca-Präparate nur minimal vor leichten Erkrankungen nach einer Infektion mit der zuerst in Südafrika entdeckten Variante B.1.351 schützen.

Wegen der ansteckenderen Virus-Variante hatte die deutsche Bundesregierung Südafrika Anfang Februar als Corona-Risikogebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft. Allerdings sind die Zahlen in Südafrika mittlerweile so gesunken, dass dort seit dem 1. März die niedrigste Stufe des fünfgliedrigen Corona-Alarmsystems herrscht. In dem zahlenmäßig nach offiziellen Angaben am stärksten betroffenen afrikanischen Land wurden seit Beginn der Pandemie fast 1,6 Millionen Infektionen registriert, mehr als 54 400 Menschen starben an den Folgen.

(dpa)

FDP: Jetzt um Corona-"Impfbooster" für den Herbst kümmern

09:01
03.05.2021
Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, sich ausreichend früh um weitere Impfstoffmengen für den Schutz gegen Mutationen des Coronavirus zu kümmern. Mit neuen Virusvarianten steige die Wahrscheinlichkeit für eine notwendige dritte Impfdosis, die sogenannten Impfbooster, hieß es am Montag in einem Positionspapier, über das die FDP-Bundestagsfraktion in einer Klausur beriet.

«Um nicht erneut in eine Knappheitssituation zu geraten, bei der ein Großteil der Bevölkerung auf die Schutzimpfung warten muss, sollten bereits jetzt Beschaffungsaufträge für den Herbst veranlasst werden», forderte die FDP in dem Dokument, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. «Außerdem sollten die Sequenzierung und die Forschung an Mutationen ausgeweitet werden. Wir müssen frühzeitig und vorausschauend notwendige Modifikationen an den Impfstoffen vornehmen können.»

Die Liberalen plädieren zudem dafür, mit einem Nationalen Sicherheitsrat handlungsfähiger zu werden. «Wir brauchen einen Nationalen Sicherheitsrat, der die Bundesregierung ressortübergreifend berät und es ermöglicht, mit einer abgestimmten Strategie schneller planen, entscheiden und handeln zu können», heißt es in dem Papier.

Es sei nicht abzusehen, welche Bedrohungen und Herausforderungen Deutschland in Zukunft erwarteten - «sei es im Cyberraum, durch den Klimawandel, Terrorismus, staatliche Konflikte oder eine neue Pandemie», so die FDP. «Die Covid-19-Pandemie hat aber gezeigt: Die Abstimmung in unserem Staat lief im Krisenfall häufig zu schleppend. Es ging wertvolle Zeit verloren.»

Einen Nationalen Sicherheitsrat mit erweiterten Aufgaben hatte bereits Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gefordert.

(dpa)

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