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20210520094557

Tarifabschluss: Edelmetall-Beschäftigte erhalten Corona-Prämie

09:24
20.05.2021
In den Tarifverhandlungen für die mehr als 8000 Beschäftigten der Edelmetallindustrie im Land haben sich die Parteien nach Angaben der IG Metall auf eine Corona-Prämie und eine jährliche Sonderzahlung geeinigt. Mitarbeitende in der baden-württembergischen Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie sollen im Juni über 500 Euro Corona-Prämie bekommen, Auszubildende und dual Studierende 300 Euro, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte.

Zudem erhalten demnach alle Beschäftigten ab Juni 2022 einen jährlichen «tariflichen Edelmetallbaustein» in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsentgelts. Der Betrag soll ab Juni 2023 dauerhaft auf 27,6 Prozent steigen. Darauf hätten sich die Tarifparteien am späten Mittwochabend nach der zweiten Verhandlungsrunde geeinigt.

«Der Abschluss ist ein guter Kompromiss, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig Perspektiven für die Zukunft zu schaffen», erklärte Barbara Resch, Verhandlungsführerin der IG Metall in Baden-Württemberg. Für Auszubildende und duale Studenten seien im neuen Manteltarifvertrag Ausbildung zudem weitere Verbesserungen - etwa bei den Lehr- und Lernmitteln - beschlossen worden.

Von der Arbeitgeberseite - der Tarifgemeinschaft des Bundesverbandes Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien (BVSU) und des Edelmetallverbands Schwäbisch Gmünd - war zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen.

(dpa/lsw)

Neue Plattform bringt Impfwillige und Praxen zusammen

07:33
20.05.2021
Die Ärzteorganisation Mediverbund bietet eine Plattform an, die Impfwillige und Praxen mit kurzfristigen Impfkapazitäten zusammenbringt. Unabhängig von Impfrangfolgen können sich alle Menschen ab 18 Jahren auf der Plattform www.impfterminmanagement.de für eine Corona-Schutzimpfung mit ihren Daten und Impfstoffwünschen registrieren. Knapp 200 Haus- und Facharztpraxen nutzen nach einer Mitteilung des Verbundes die Plattform bereits für ihr Impftermin-Management.

«Jede Impfoption durch Restbestände, abgelehnte Impfstoffe oder geschwänzte Impftermine können sofort genutzt werden», sagte der Chef des Zusammenschlusses von rund 5000 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten im Südwesten, Werner Baumgärtner.

(dpa)

London appelliert an «gesunden Menschenverstand» von Urlaubern

07:32
20.05.2021
Trotz Reiseplänen vieler Briten für Länder, die als Corona-Risikogebiete eingestuft sind, hält die Regierung in London an den geplanten Lockerungen fest. Verkehrsminister Grant Shapps appellierte am Donnerstag an den «gesunden Menschenverstand» seiner Landsleute. In Staaten, die auf einer roten oder bernsteinfarbenen Länderliste stehen, solle es keine Urlaubsreisen geben, sagte Shapps dem Sender Sky News. Ansonsten gebe es «jede Menge Schwierigkeiten».

Einem Bericht des «Telegraph» zufolge wollen in den kommenden Tagen bis zu 270 000 Menschen aus Großbritannien in sogenannte bernsteinfarbene Länder fliegen. Dazu gehören fast alle EU-Staaten, auch Deutschland. Menschen, die aus solchen Ländern im Vereinigten Königreich ankommen, müssen sich zehn Tage zu Hause isolieren und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen. Dies gilt auch für Briten, die nach Hause zurückkehren. Wer aus einem «roten» Land - wie Indien, Brasilien, Südafrika oder Türkei - kommt, muss in Hotel-Quarantäne.

Zugleich verteidigte der Minister, dass es weiterhin Direktflüge aus Indien gibt, obwohl sich die zunächst dort entdeckte Corona-Variante, die als hoch ansteckend gilt, weiterhin in Großbritannien ausbreitet. Am Mittwoch waren fast 3000 Fälle bekannt, 28 Prozent mehr als am Montag.

(dpa)

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