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Impfpriorisierung: Mehrheit der Deutschen befürwortet Aufhebung

10:36
19.05.2021
Fast zwei Drittel der Deutschen findet die ab Anfang Juni geplante Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung einer Umfrage zufolge gut. 65 Prozent der Befragten befürworten den Schritt, 18 Prozent lehnen ihn ab, wie am Mittwoch aus einer Mitteilung des Meinungsforschungsinstitut YouGov hervorging. Die weiteren Befragten machten keine Angabe. Besonders unter jungen Erwachsenen sei die Zahl der Befürworter groß, teilte YouGov mit.

Ab 7. Juni soll es in Deutschland keine Priorisierungsgruppen für die Corona-Impfungen mehr geben, unabhängig von der Art des Impfstoffs. In einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern soll das schon früher gelten.

Bisher wurden in Deutschland in Impfzentren und Praxen 41,5 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht. Mindestens eine Erstimpfung haben laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instiuts vom Mittwoch (Stand 10:45 Uhr) mehr als 38 Prozent der Menschen in Deutschland erhalten. Vollständig geimpft sind 11,9 Prozent.

(dpa)

Zahl der täglichen Corona-Impfungen im Wochenvergleich niedriger

10:36
19.05.2021
Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen ist im Vergleich zur Vorwoche deutlich gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.45 Uhr) wurden am Dienstag 828 213 Menschen immunisiert - in der Vorwoche waren es mehr als eine Million. Auch die am Dienstag gemeldeten Zahlen waren niedriger als die Impfzahlen eine Woche zuvor. Gestiegen ist hingegen der Anteil der Zweitimpfungen: Bei 40 Prozent der Impfungen handelte es sich am Dienstag um die jeweils zweite Injektion. Damit sind laut den Angaben bisher 38,1 Prozent (31,7 Millionen) der Deutschen mindestens einmal und 11,9 Prozent (9,9 Millionen) vollständig geimpft.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 42,4 Prozent. Sachsen liegt mit 33 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

(dpa)

DIHK: Finanzlage der Unternehmen erholt sich nur langsam

10:35
19.05.2021
Die Finanzlage der Unternehmen in der Corona-Krise erholt sich nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) nur sehr langsam. Noch immer beurteilten 43 Prozent der Betriebe ihre Finanzierungssituation als problematisch, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturumfrage unter mehr als 27 000 Unternehmen hervor. Insgesamt verbessere sich die Lage der Betriebe im Frühsommer aber merklich, vor allem bei den exportstarken Industrieunternehmen. «Es gibt – gemessen an dem, was bereits hinter uns liegt – am aktuellen Rand immer mehr Licht im Konjunktur-Schatten», schrieb DIHK-Präsident Peter Adrian an die Industrie- und Handelskammer.

Derzeit beurteilt laut Umfrage etwa jedes dritte Unternehmen seine Geschäfte als gut, fast ebenso viele als schlecht. Zudem rechnet jedes vierte Unternehmen damit, dass sich die Geschäfte weiter bessern. Historisch schlechte Geschäfte meldeten vor allem die vom Lockdown betroffenen Betriebe in Kultur, Gastronomie und Tourismus. Die Lage der Industrieunternehmen verbesserte sich dagegen deutlich, etwa im Maschinenbau, im Fahrzeugbau und der Elektrotechnik. Der DIHK sagt für dieses Jahr ein Wachstum von 3,0 Prozent voraus – nach einem Wirtschaftseinbruch von minus 4,8 Prozent im Vorjahr.

Probleme machen den Unternehmen zunehmend hohe Preise und Knappheit bei Energie und Rohstoffen wie Holz, Kunststoffen, Baumaterial oder Stahl. «Sie sorgen bisweilen sogar schon für gravierende Engpässe dort, wo es vergleichsweise gut läuft – etwa am Bau oder in der Industrie», schrieb Adrian.

Die größten Geschäftsrisiken sind aus Sicht der Unternehmen aber die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und die Nachfrage im Inland. «Die schrittweisen Öffnungen, die wir aller Voraussicht nach bald erleben werden, dürften der Wirtschaft einen merkbaren Schub geben», erklärte Adrian. Doch eine kurzfristige Konsumfreude im Sommer bleibe ein Strohfeuer, wenn sich die Politik nicht spätestens nach der Bundestagswahl auf Digitalisierung, Klimawandel und Demografie konzentriere.

(dpa)

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