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Biden: USA geben weitere 20 Millionen Corona-Impfdosen ab

18:31
17.05.2021
Die USA wollen bis Ende kommenden Monats weitere 20 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an andere Länder abgeben und im globalen Kampf gegen die Pandemie eine Führungsrolle einnehmen. «Wir wissen, dass Amerika nie ganz sicher sein wird, bis die Pandemie, die weltweit wütet, unter Kontrolle ist», sagte Biden am Montag im Weißen Haus. Bis Ende Juni würden die USA mindestens 20 Millionen Impfdosen mit anderen Staaten teilen - zusätzlich zu bereits angekündigten 60 Millionen. Insgesamt würden die USA damit mehr Impfstoff abgeben als jedes andere Land. «Und wir werden unsere Impfstoffe nicht benutzen, um uns Gefälligkeiten von anderen Ländern zu sichern», betonte Biden.

Ende April hatte die US-Regierung verkündet, nach einer Freigabe der Arzneimittelbehörde FDA 60 Millionen Dosen des in den USA derzeit nicht zugelassenen Corona-Impfstoffs des Herstellers Astrazeneca an andere Staaten abzugeben. Nach Angaben des Weißen Hauses sind die nun angekündigten 20 Millionen zusätzlichen Impfdosen von bereits zugelassenen Mitteln. Mit einer FDA-Notfallzulassung sind derzeit die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna und Johnson & Johnson zur Verwendung in den Vereinigten Staaten freigegeben.

Bei Pfizer/Biontech, Moderna und Astrazeneca sind zwei Dosen für einen vollen Impfschutz notwendig, bei dem Mittel von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Die US-Regierung hat bereits vier Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs an die Nachbarn Mexiko und Kanada abgegeben. Die US-Regierung hat sich genügend Impfstoff gesichert, um die gesamte Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen auch ohne das Produkt von Astrazeneca zu versorgen.

(dpa)

Italien lockert nächtliches Ausgangsverbot - Ende im Juni erwartet

18:31
17.05.2021
Italien lockert wegen sinkender Corona-Zahlen das nächtliche Ausgangsverbot und will es ab 21. Juni möglichst weitgehend beenden. Das berichteten offizielle Stellen in Rom nach einer Beratung der Regierung von Mario Draghi mit einem Gremium von Gesundheitsexperten am Montag. In den sogenannten Gelben Zonen Italiens mit moderatem Corona-Risiko solle der Beginn der Sperrstunde von jetzt 22.00 auf 23.00 Uhr verlegt werden. Sie geht aktuell bis 5.00 Uhr morgens.

Diese Maßnahme trete kurzfristig in Kraft, sobald sie per Dekret erlassen werde, hieß es. Ab 7. Juni dürfe man in dem Mittelmeerland eine weitere Stunde länger bis Mitternacht draußen bleiben. Für den 21. Juni stellte Rom die Abschaffung der Maßnahme in Aussicht, wenn die Infektionswerte es zulassen.

Außerdem wurde bekannt, dass im Juni mehrere der 20 Regionen des Mittelmeerlandes als Weiße Zonen eingestuft werden sollen, in denen fast gar keine Corona-Beschränkungen mehr gelten. Das solle zu Beginn des Monats für Friaul-Julisch Venetien, Sardinien und Molise gelten. Später kämen Venetien, Ligurien und die Abruzzen dazu, hieß es. In den Weißen Zonen müssen die Menschen nur die Maskenpflicht einhalten und die Gesundheitsabstände beachten.

Italien befindet sich bei sinkenden Corona-Werten seit Wochen auf einem schrittweisen Lockerungskurs. Derzeit sind alle Regionen bis auf das kleine Aostatal als Gelbe Zonen eingestuft. Das 60-Millionen-Einwohner-Land zählte am Montag weniger als 3500 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden.

(dpa)

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