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20210510114958

Studie: Wie lässt sich die Impfbereitschaft steigern?

11:49
10.05.2021
Jüngere Menschen können besonders gut durch mehr Freiheiten für Geimpfte von einer Corona-Immunisierung überzeugt werden. Bei älteren Menschen, die noch unentschlossen sind, kann die Möglichkeit der Impfung beim Hausarzt die Bereitschaft erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berliner Humboldt Universität (HU), in deren Rahmen im März rund 20 000 Menschen in Deutschland befragt wurden.

Seit dem Wochenende gelten hierzulande bereits Lockerungen für vollständig Geimpfte als auch für Genesene. Zudem impfen die Hausärzte auch schon eine Weile mit.

Sollte die Politik hingegen auch zu finanziellen Anreizen greifen wollen, sollte der Geldbeutel weit aufgemacht werden: «Nur wenn der Betrag ausreichend hoch ist (50 Euro), zeigt sich eine Wirkung, wohingegen eine zu geringe Summe (25 Euro) kaum von Bedeutung ist», heißt es in einer Mitteilung der HU.

Damit in Deutschland weitgehend auf Maßnahmen und Regeln verzichtet werden kann, müssen laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, deutlich über 80 Prozent der Menschen immun gegen Corona sein. Bislang haben etwa ein Drittel aller Menschen in Deutschland eine erste Impf-Dosis erhalten.

(dpa)

Spahn mahnt zur Zurückhaltung beim Reisen

10:01
10.05.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, beim Reisen wegen der nach wie vor recht hohen Corona-Zahlen vorerst noch zurückhaltend vorzugehen. «Das Gefühl ist im Moment besser als die Lage», sagte Spahn am Montag in Berlin.

Bei der Reiseaktivität sei nicht allein die Inzidenz am Zielort entscheidend, sondern auch der Weg. Wenn überhaupt schon Öffnungsschritte gegangen werden, müsse dies sehr stark test-gestützt gemacht werden. «Auch aus Selbstschutz der Regionen macht es sehr viel Sinn, nicht durch zuviel Mobilität es gleich schon am Anfang zu gefährden.»

Lockerungsschritte müssten vorsichtig gegangen werden, mahnte Spahn. «Wir lockern gerade bei deutlich höheren Inzidenzen, als die meisten anderen Länder bei höheren Impfquoten gelockert haben.» Das gelte etwa für Großbritannien und Israel.

Es gebe eine ermutigende Entwicklung bei den Neuinfektionen und auch auf den Intensivstationen. «Aber wir sind immer noch auf sehr, sehr hohem Niveau.» Auch angesichts des schönen Wetters steige die Laune. «Jetzt darf aus der Zuversicht kein Übermut werden.»

Wenn geöffnet werde, solle dies im Freien geschehen. «Das Risiko draußen ist mindestens um den Faktor 10 geringer als drinnen», sagte Spahn.

Zum Wochenstart veröffentlichte das Robert Koch-Institut (RKI) neue Zahlen zur Ausbreitung des Virus: 6922 Corona-Neuinfektionen gab es binnen eines Tags. Vor einer Woche hatte der Wert bei 9160 Neuansteckungen gelegen. An Montagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger.

Die Inzidenz liegt bei 119,1. Am Vortag lag sie etwas niedriger. Es waren 118,6 binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. In der Vorwoche waren es 146,9.

(dpa)

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