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Merkel: Corona-Impfung für Jüngere soll schnell kommen

11:39
07.05.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bekräftigt, dass Kinder und Jugendliche nach Zulassung von Corona-Impfstoffen für ihre Altersgruppe beim Impfen schnell an die Reihe kommen sollen. «Wir wollen ja sowieso dann ab Anfang Juni die Priorisierung aufheben. Aber wir werden auch mit den Ländern darüber sprechen: "Wie können wir möglichst sicherstellen, dass dann die jungen Leute auch schnell drankommen?"», sagte Merkel am Freitag bei einer Online-Diskussion im Rahmen von sogenannten Jugendpolitiktagen.

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten kürzlich bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Präparats für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Merkel zeigte sich sehr zuversichtlich: «Das wird sicherlich sehr zeitnah passieren.»

Gerade junge Menschen hätten «eine große Mobilität und einen berechtigten Anspruch darauf, sich zu bewegen und auch sicher zu sein», betonte die Kanzlerin. «Deshalb werden wir alles daran setzen - in Abhängigkeit natürlich von den verfügbaren Impfdosen -, diese Gruppe nicht aus dem Auge zu verlieren.» Merkel warnte aber auch davor, Ältere zu vergessen, die noch nicht geimpft sind.

Die CDU-Politikerin bedankte sich bei Kindern und Jugendlichen für Solidarität in der Pandemie. «Das sind große, große Einschränkungen, die da sind, das Lernen, das Alleinsein», sagte sie mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen. Trotz großer Löcher im Haushalt und hoher Ausgaben durch Corona mahnte sie, «die Bedürfnisse von jungen Leuten, von Kindern, nicht zu vergessen, sondern im Mittelpunkt zu behalten».

(dpa)

Beamte ermitteln wegen Landfriedensbruch nach Protest in Tuttlingen

11:37
07.05.2021
Nachdem bei einer Corona-Demonstration in Tuttlingen Beamte verletzt wurden, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Landfriedensbruchs. Die Menschen versammelten sich am 1. Mai, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren, und machten sich vermummt mit Fahnen und Fackeln auf den Weg in die Innenstadt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten.

Einige Teilnehmer hätten Polizisten angegriffen, es seien Gegenstände aus der Gruppe heraus auf die Beamten geflogen und es sei Reizgas versprüht worden, hatte die Polizei am 2. Mai berichtet. Einem Polizisten wurde demnach ins Gesicht geschlagen. Die Polizei nahm die Personalien der Teilnehmer auf und verteilte Platzverweise.

Nur ein Drittel der 44 namentlich bekannten Teilnehmer stammt aus dem Landkreis Tuttlingen, der Rest wohnt in umliegenden Landkreisen, wie es nun hieß. Die Menschen vernetzten sich nach Erkenntnissen der Ermittler in sozialen Medien und sprachen sich vorher ab.

(dpa/lsw)

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