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Vor Urlaubssaison: Italien will kleinere Inseln coronafrei bekommen

03:08
07.05.2021
Vor der nahenden Urlaubssaison will Italien die Bevölkerung seiner kleinen Mittelmeerinseln coronafrei bekommen. Ab Freitag sollen Massenimpfungen gegen Covid-19 auf Capraia, südwestlich der toskanischen Stadt Livorno, und den Äolischen Inseln, nordwestlich der sizilianischen Stadt Messina, beginnen, wie aus dem Plan des außerordentlichen Kommissars für den Corona-Notfall hervorgeht. Insgesamt will die Regierung Menschen auf etwa dreißig dieser kleineren Inseln impfen.

Wie auf Capraia, wo nur etwa 330 Menschen leben, sind die Bewohnerzahlen vieler dieser Inseln und auch die örtlichen Gesundheitseinrichtungen klein. Außerdem sind die oft beliebten Urlaubsziele schwer zu erreichen. Ziel ist es deshalb, möglichst wenige Impfstoff-Lieferungen dorthin unternehmen zu müssen, wie der Corona-Kommissar weiter mitteilte. Unterstützt werden die Einsätze vom Militär und der Zivilschutzbehörde.

Größere Inseln wie Capri sind bereits weiter in der Impfkampagne. Dort sind nach Berichten der Nachrichtenagentur Ansa beinahe 80 Prozent der über 16-Jährigen immunisiert. Um die Impfung für alle Altersgruppen auf Inseln wie Capri oder Ischia hatte es zuvor immer wieder Streit gegeben. Urlaubsgegenden auf dem Festland sahen sich mit Blick auf den Tourismus benachteiligt, wenn die Inseln vor ihnen als coronafrei gelten würden.

Italien peilt den 2. Juni für den offiziellen Start der Sommersaison an. Wie genau die Regelungen für Einreisende, auch für Geimpfte, im Juni aussehen werden, ist noch nicht ganz klar. Grundsätzlich ist Urlaub in Italien möglich, aber bei der Einreise fordert das Land weiterhin eine Quarantäne von fünf Tagen. Zusätzlich gilt eine mehrfache Testpflicht - mit PCR-Test oder einem Antigen-Schnelltest vor und nach der Einreise. Diese Reglung läuft bis Mitte Mai.

(dpa)

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Donnerstag, 6. Mai

RKI registriert 21 953 Corona-Neuinfektionen und 250 neue Todesfälle

17:25
06.05.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21 953 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Donnerstag vor einer Woche hatte der Wert bei 24 736 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 129,1 (Vortag: 132,8; Vorwoche: 154,9)

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 250 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 264 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 473 503 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 107 300 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 84 126.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,88 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

(dpa)

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