Letztes Update:
20210404064607

Polizei müsse zwischen Versammlungsfreiheit und Infektionsschutz abwägen

19:23
03.04.2021
Carsten Höfler, der Einsatzleiter der Polizei, nennt den Versammlungsverlauf "weitgehend friedlich, aber für die Polizei sehr unbefriedigend, weil die meisten Teilnehmer gegen die Auflagen verstoßen haben und kein Maske getragen oder Abstände eingehalten haben". Die Polizei wurde viel dafür kritisiert, dass sie nicht eingriff. "Bei mehr als 10.000 Teilnehmern kann man natürlich nicht mit Robustheit und Härte gegen die Teilnehmer vorgehen." 

Die Polizei müsse zwischen der Versammlungsfreiheit und dem Infektionsschutz abwägen. Sie könne nicht den Infektionsschutz durchsetzen, da sie durch ein Einschreiten "die Personen noch mehr zusammentreiben müsste". Einzelne Verstöße seien geahndet worden - "aber bei weitem natürlich keine 10 000 Ordnungswidrigkeiten", sagt Höfler. 

Online-Redaktion

Bilanz der Polizei

19:07
03.04.2021
Nachdem die Teilnehmer des Aufzuges auf dem Cannstatter Wasen eingetroffen waren, gab es auch dort Verstöße gegen die Auflagen. Der Großteil der Teilnehmer trug auch hier keinen Mund-Nasen-Schutz und insbesondere im Bereich vor der Bühne wurden die Abstände nicht eingehalten. Insgesamt wuchs die Versammlung vom Weg durch die Stadt bis auf den Wasen auf mehr als 10.000 Teilnehmer an.

Während des Aufzuges versuchte ein Teilnehmer im Bereich der Mercedesstraße/Benzstraße zu mutmaßlichen Gegendemonstranten zu gelangen. Als Einsatzkräfte dies verhinderten, kam es zu einem Gerangel, bei dem sich drei Polizeibeamte Verletzungen zuzogen. Einsatzbeamte nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest, setzten ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß und erteilten ihm einen Platzverweis.

In der Tübinger Straße und am Österreichischen Platz stellten Einsatzbeamte insgesamt 266 Personalien von Blockierern fest und erteilten nach vorangegangener Auflösung anschließend Platzverweise. Auch während des Abmarsches der Teilnehmer sollen die eingesetzten Beamten ein Auge auf die Einhaltung der Corona Schutzmaßnahmen und ahndeten Verstöße gehabt haben. 

Online-Redaktion

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