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Land legt weitere Bewerbungen für Modellprojekte auf Eis

11:47
01.04.2021
Trotz des massiven Interesses der Städte und Kreise legt das Land mögliche weitere Modellprojekte nach Tübinger Vorbild wegen der steigenden Corona-Zahlen zunächst auf Eis. «Wir müssen verantwortungsvoll mit der aktuellen Lage umgehen», mahnte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart. Weitere Öffnungen im Rahmen von Modellvorhaben seien angesichts der derzeitigen Zahlen «vorerst nicht angebracht».

In sogenannten Modellkommunen oder -regionen können mit strengen Schutzmaßnahmen und Testkonzepten die Beschränkungen in einzelnen Bereichen gelockert werden. Kommunen und Kreise berufen sich bei ihren Bewerbungen auf einen Beschluss der Bund-Länder-Konferenz. Dort war am 22. März entschieden worden, dass die Länder im Rahmen von Modellprojekten einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens unter strengen Voraussetzungen öffnen können.

Bislang seien mehr als 50 Anträge oder Interessensbekundungen zu entsprechenden Projekten im Ministerium eingegangen, teilte die Behörde mit. «Sobald es die Lage zulässt, werden wir die Anträge und entsprechende Öffnungsschritte wieder in den Blick nehmen», sagte Lucha zu.

In Tübingen läuft derzeit ein Pilotprojekt zu mehr Öffnungsschritten in Corona-Zeiten. An neun Teststationen können die Menschen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Damit kann man in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen. Allerdings war die Zahl der Neuinfektionen auch in der Neckarstadt zuletzt deutlich gestiegen, das Modell steht auf der Kippe.

(dpa/lsw)

Schweden-Schnellfähre von Rügen fährt wieder - Corona-Test nötig

11:38
01.04.2021
Zwischen Deutschland und Schweden fährt wieder eine Schnellfähre. Wie ein Sprecher der Reederei FRS Baltic GmbH & Co KG (Flensburg) sagte, wurde am Donnerstag die Fährverbindung zwischen Sassnitz/Mukran (Vorpommern-Rügen) und dem schwedischen Ystad für 2021 wieder aufgenommen. Im April fährt der Hochgeschwindigkeitskatamaran «Skåne Jet» immer von Donnerstag bis Sonntag einmal hin und wieder zurück. Ab Mai soll es dann täglich je zwei Abfahrten in jedem Hafen geben.

Passagiere, die nach Schweden wollen, müssen ein negatives Covid-19-Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf und in Englisch oder einer skandinavischen Sprache verfasst sein muss. Gäste, die aus Schweden nach Deutschland reisen, müssen auch einen negativen Test vorlegen sowie eine digitale Anmeldung.

Die Schnellfähre braucht mit zweieinhalb Stunden nur etwa halb so lange wie die Vorgänger. Unter Corona-Bedingungen stehen aber nur etwa die Hälfte der 676 Passagierplätze zur Verfügung. Die traditionsreiche Fährverbindung nach Südschweden gibt es seit mehr als 100 Jahren. Die ehemalige «Königslinie», die Eisenbahnfähre nach Trelleborg, war im Frühjahr 2020 vom damaligen Betreiber eingestellt worden. Daraufhin hatten die Flensburger von September bis November 2020 eine neue und stärker touristisch geprägte Katamaran-Linie gestartet. Laut Betreiber wurden Passagiere «im guten fünfstelligen Bereich» und mehrere tausend Fahrzeuge befördert, darunter viele Wohnmobile und Wohnanhänger.

(dpa)

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