Letztes Update:
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Protest in Griechenland gegen Schließung: Schaufenster im Trauerflor

09:37
06.04.2021
In Griechenland haben Einzelhändler in den Großstädten Thessaloniki und Patras gegen Öffnungsverbote protestiert. Sie hängten Trauerflor und Todesanzeigen in die Schaufenster ihrer hell erleuchteten Geschäfte, wie griechische Medien am Dienstag berichteten. Die Händler drückten damit ihren Unmut gegen Öffnungsverbote in ihren Städten aus, die dort wegen hoher Corona-Fallzahlen verhängt wurden. Seit Montag dürfen in Griechenland Geschäfte unter Auflagen wieder öffnen.

In den betroffenen Städte sind die Krankenhäuser fast vollständig belegt. Waren dürfen auch nicht mit der Methode «Click away» verkauft werden, bei der die Kunden online bestellen und ihre Ware vor Ort abholen. «Per Regierungsdekret sind wir lebendig begraben» steht etwa auf den Plakaten der Geschäfte, die sich an dem Protest beteiligten sowie: «Öffnet uns - wir wollen Arbeit statt Corona-Hilfen.»

Die griechische Regierungen plant nach der weitgehenden Öffnung des Handels in der kommenden Woche die Schulen wieder zu öffnen. Ob die Griechen Anfang Mai das orthodoxe Osterfest feiern und dazu innerhalb des Landes reisen dürfen, ist jedoch weiterhin fraglich.

(dpa)

Lauterbach: "Harter Lockdown" nötig, um dritte Welle zu brechen

08:58
06.04.2021
Öffnungen von Gastronomie, Kinos und Sportstätten wie jetzt im Saarland sind aus Sicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ein falsches Signal angesichts der weiter stark grassierenden Coronavirus-Pandemie. Nötig sei vielmehr ein «harter Lockdown» mit verschärften staatlichen Beschränkungen, sagte er am Dienstag im RTL/ntv-«Frühstart». «Ein Lockdown, der jetzt beginnt, ist nicht vermittelbar, wenn gleichzeitig in Modellprojekten gelockert wird.» Zu einem harten Lockdown gehören aus seiner Sicht Ausgangsbeschränkungen, aber auch eine Homeoffice- und Testpflicht in den Betrieben.

Lauterbach hält Lockerungen erst für möglich, wenn die Zahlen nachweislich sinken. «Wenn man eine Woche lang sinkende Zahlen hat, kann man aus dem Lockdown rausgehen.»

Zum Start der Impfkampagne in den Hausarztpraxen sagte Lauterbach: «Das wird den Weg aus der dritten Welle nicht wirklich beschleunigen, denn dafür haben wir nicht genügend Impfstoff.»

Lauterbach würde bundeseinheitliche Corona-Regeln befürworten, wie er sagte. Doch für ein Gesetzgebungsverfahren fehle angesichts der Infektionslage die Zeit. «Wir müssen uns jetzt aber nicht damit beschäftigen, wie Politik zu funktionieren hat, sondern wir müssen einfach Politik machen.»

(dpa)

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