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Bouffier offen für Vorziehen der Corona-Runde von Bund und Ländern

03:50
06.04.2021
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier ist offen für den Vorschlag seines NRW-Kollegen Armin Laschet (beide CDU), schon in den nächsten Tagen in einer Bund-Länder-Runde über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten. «Ich wäre bereit, die Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen», sagte Bouffier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). «Sie müsste dann aber als Präsenzveranstaltung stattfinden. Ziel muss eine Verständigung der Länder sein.»

Laschet hatte vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle schon in den nächsten Tagen einen schnellen und harten «Brücken-Lockdown» zu beschließen. Dazu will der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident die für den 12. April geplante Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten vorziehen. Auch er plädiert für ein Treffen in Präsenz.

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), hat vorgezogene Beratungen bereits abgelehnt. Aus seiner Sicht wirft Laschets Vorschlag viele Fragen auf, die vorab erst mal geklärt werden müssten.

(dpa)

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Montag, 5. April

730 neue Corona-Infektionen im Südwesten

17:49
05.04.2021
In Baden-Württemberg sind nach Angaben des Landesgesundheitsamtes am Ostermontag 730 neue, bestätigte Corona-Infektionen hinzugekommen. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 373 174 seit Beginn der Pandemie (Stand: 16.00 Uhr). Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 nahm um 14 auf 8761 zu, die der Genesenen wird auf 334 448 geschätzt - das sind 1209 mehr als am Vortag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche - ging am Montag auf 116,8 zurück, nach 121,0 am Vortag. Bei der Interpretation der Zahl ist allerdings Vorsicht angebracht: Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass an den Osterfeiertagen meist weniger Tests gemacht und nicht von allen Gesundheitsämtern die Daten weitergeleitet werden.

Alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen bei der Inzidenz - meist deutlich - über dem Wert von 50. Die höchsten Werte verzeichnen der Landkreis Schwäbisch Hall (278,0), der Hohenlohekreis (207,7), der Stadtkreis Heilbronn (194,3) und der Landkreis Rastatt (176,7), den niedrigsten mit 57,1 weiterhin der Stadtkreis Freiburg im Breisgau.

Seit Ende Dezember wurden der Stuttgarter Behörde 37 993 Fälle mit Hinweisen auf «besorgniserregende Virusvarianten» übermittelt. Dies betrifft mit 34 182 Fällen vor allem den zuerst in Großbritannien entdeckten Typ B.1.1.7. Zuletzt wurden im Südwesten 428 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt und 233 von ihnen invasiv beatmet.

Von 2425 betreibbaren Intensivbetten sind den Angaben zufolge derzeit mit 2107 knapp 87 Prozent belegt. Diese werden nicht nur für Corona-Patienten genutzt, der Anteil freier Betten dient jedoch als wichtiger Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems und die freien Reserven.

1 375 671 Menschen in Baden-Württemberg sind laut Gesundheitsamt inzwischen ein erstes Mal gegen das Virus geimpft worden, 574 922 haben eine zweite Schutzimpfung erhalten.

(dpa)

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