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Bundesagentur will bei Engpässen auch Arbeitslose impfen

13:07
03.04.2021
Die Bundesagentur für Arbeit will ihren rund 100 000 Mitarbeitern ein Impfangebot machen und würde bei Engpässen auch Arbeitslose impfen. «Sobald genug Impfstoff da ist, möchten wir unseren rund 100 000 Kollegen eine Impfung anbieten», sagte Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld der «Rheinischen Post» (Samstag). «Wir beschäftigen rund 300 Ärzte, die sonst für die Untersuchung der Arbeitslosen da sind. Hinzu kommen die vertraglich gebundenen Betriebsärzte. Wir sind in der Fläche breit vertreten und könnten hier richtig Strecke machen», betonte Schönefeld.

Sollte es gewünscht werden, könnte man auch Arbeitslose impfen, fügte sie hinzu. «Wir werden uns in solch einer Situation keiner unkonventionellen Lösung verschließen, wenn wir gebraucht werden.» Ihr Favorit wäre neben den Impfzentren aber das funktionierende Hausarztsystem. Im März waren in Deutschland etwa 2,8 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.

(dpa)

Drei neue Blutgerinnsel-Fälle nach Astrazeneca-Impfung in Frankreich

13:05
03.04.2021
Frankreichs Medikamentenbehörde hat drei neue Fälle mit Thrombosen an «atypischen» Stellen nach einer Impfung mit dem Covid-Impfstoff von Astrazeneca festgestellt. In der Woche zwischen dem 19. und 25. März seien diese Blutgerinsel-Fälle im Zusammenhang mit dem Impfstoff gemeldet worden, teilte die Behörde ASNM mit.

Seit Beginn der Impfung seien in Frankreich damit zwölf Fälle, darunter vier Todesfälle, aufgetreten. Bei den gemeldeten Fällen traten die Thrombosen meist im Hirn innerhalb von neun Tagen nach der Impfung auf. Betroffen sind hauptsächlich Frauen. In neun Fällen waren die geimpften Personen jünger als 55 Jahre, in drei Fällen älter.

Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt die Impfung mit Astrazeneca bereits nach dem kurzzeitigen Impfstopp Mitte März nur noch für Menschen über 55 Jahre. Bis zum 25. März wurde das Präparat von Astrazeneca in Frankreich gut 1,9 Millionen Mal gespritzt.

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag beschlossen, dass der Impfstoff in der Regel nur noch Menschen ab 60 gespritzt werden soll - außer jüngere wollen es nach Klärung mit dem Arzt auf eigenes Risiko. Es waren bis Anfang der Woche 31 Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung gemeldet worden.

Bis Freitag haben in Frankreich mehr als neun Millionen Menschen mindestens eine erste Impfung erhalten. Das entspricht etwa 13,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuletzt angekündigt, dass sich ab Mitte April alle Menschen über 60 Jahre gegen Covid-19 impfen lassen können. Ab Mitte Mai sollen über 50-Jährige folgen. Bis Ende des Sommers sollen alle über 18-Jährigen, die sich impfen lassen wollen, eine Impfung bekommen.

(dpa)

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