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Evonik produziert früher Lipide für Biontech-Impfstoff als erwartet

08:20
22.04.2021
Der Spezialchemiekonzern Evonik ist mit dem Ausbau der Lipid-Produktion für den Corona-Impfstoff von Biontech schneller vorangekommen als geplant. Die Anlagen am Standort Hanau seien aufgebaut, und erste Lipide würden ausgeliefert, teilte der Essener Konzern am Donnerstag mit. Ursprünglich war die Herstellung größerer Mengen erst für das zweite Halbjahr avisiert worden. Bei den Arbeiten am Standort in Dossenheim kommt der Konzern laut einer Sprecherin gut voran, hier soll die Produktion weiterhin im zweiten Halbjahr starten.

Evonik stellt zwei verschiedene Lipide her, die zusammen mit anderen dieser fettartigen Moleküle den Botenstoff des mRNA-Vakzins mit dem Markennamen Comirnaty in eine Nanohülle einschließen. Erst das ermöglicht es, den Wirkstoff von Biontech und seinem US-Partner Pfizer an der richtigen Stelle im Körper freizusetzen. Nur so kann die Impfung ihre Wirkung entfalten.

In Deutschland können aktuell nur wenige Unternehmen die benötigten Lipide herstellen. Auch der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA versorgt Biontech mit diesen Stoffen und will die Liefermengen steigern.

Evonik arbeitet schon lange mit der Pharmaindustrie zusammen. Neben der Produktion von Hilfsstoffen entwickelt der MDax-Konzern Kombinationen von Hilfsstoffen und Wirkstoffen, sogenannte Formulierungen. Zudem stellt Evonik klinische Prüfmuster her.

(dpa)

Anträge auf Studienkredite im Corona-Jahr 2020 mehr als verdoppelt

08:20
22.04.2021
Im Corona-Jahr 2020 haben Studenten mehr als doppelt so viele Studienkredite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt als im Jahr davor. Demnach wurden rund 48 600 Anträge gestellt, 2019 waren es rund 20 000. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Das Handelsblatt hatte zuerst darüber berichtet. Nach Regierungsangaben standen insgesamt im vergangenen Jahr rund 66 Millionen Euro für die Kredite zur Verfügung.

Seit Mai 2020 müssen für KfW-Studienkredite keine Zinsen mehr gezahlt werden. Das gilt noch bis Ende des Jahres und ist als Hilfsmaßnahme in der Corona-Krise gedacht. Grundsätzlich werden über den KfW-Studienkredit maximal 650 Euro im Monat für bis zu 14 Semester ausgezahlt - also maximal 54 600 Euro. Wer im Studium coronabedingt in eine finanzielle Notlage gerät, kann außerdem bei den Studentenwerken eine Nothilfe von bis zu 500 Euro im Monat beantragen, die nicht zurückgezahlt werden muss.

(dpa)

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