Letztes Update:
20210421182729

Südwest-Unis: Notbremse bedeutet für viele «Nichtsemester»

18:27
21.04.2021
Die Universitäten in Baden-Württemberg haben vor den schweren Konsequenzen der Corona-Notbremse der Bundesregierung für die Studierenden im Land gewarnt. «Das Notbremsengesetz bedeutet ein "Nichtsemester" für viele Studierende in den naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen sowie der Medizin, und wird zu verzögerten Studienabschlüssen führen», erklärte Stephan Dabbert, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Südwest-Unis am Mittwoch in Stuttgart. Er erhofft sich vom Land, dass es das Gesetz so auslegt, dass «der Betrieb dieser Studiengänge weiter möglich ist». Schließlich habe es an Universitäten keine größeren Corona-Ausbrüche gegeben bisher.

Seit der ersten Corona-Welle im März 2020 laufen die Lehrveranstaltungen an den Hochschulen in der Regel digital ab. Nach Landesrecht gibt es nur Ausnahmen in Einzelfällen, wenn Präsenz unbedingt nötig ist - zum Beispiel wenn die Studierenden Kontakt mit Patienten haben oder spezielle Labor- oder Arbeitsräume brauchen. Dies betreffe vor allem die Lehre im klinischen Teil des Medizinstudiums sowie in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern.

Mit der Notbremse des Bundes gelten für Schulen und Hochschulen nun dieselben Regeln. Überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 165, ist Präsenzunterricht verboten. Dabbert erklärte dazu: «Wenn man die Regeln für die Schulen nun eins zu eins auf die Universitäten und Hochschulen anwendet, müssen wir ab einer Inzidenz von 165 die praktische Lehre sofort einstellen.»

(dpa)

New York erwartet dieses Jahr nur halb so viele Touristen wie 2019

17:29
21.04.2021
Wegen der Coronavirus-Pandemie erwartet die Millionenmetropole New York in diesem Jahr nur rund halb so viele Touristen wie noch 2019. Man rechne 2021 mit etwa 36,4 Millionen Besuchern, sagte Fred Dixon, Chef der New Yorker Tourismusbehörde NYC & Company, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Bei einem Großteil davon handele es sich um Menschen, die aus anderen Teilen der USA anreisten.

2019 war mit 66,6 Millionen Touristen im zehnten Jahr in Folge ein Rekord aufgestellt worden. Diese Zahl könne wohl erst 2024 wieder übertroffen werden, 2025 könne dann die 70-Millionen-Marke überschritten werden, sagte Dixon.

2020 waren nur rund 22,3 Millionen Menschen nach New York gereist, die meisten davon vor Beginn weitreichender Corona-Einschränkungen im Frühjahr. Die Tourismus-Industrie, die vor Ausbruch der Pandemie rund 400 000 Menschen beschäftigte, ist ein wichtiger Wirtschaftssektor der Metropole.

New York war im vergangenen Frühjahr zu einem der Epizentren der Coronavirus-Pandemie geworden. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen aber stabilisiert, und die Impfkampagne kommt schnell voran. Die Metropole sei auf dem Weg zurück aus der Krise, sagte Bürgermeister Bill de Blasio bei der Pressekonferenz. «Es gibt hier eine Widerstandsfähigkeit, ein Leben und eine Lebendigkeit, die die Stadt zurückbringen, wie nie zuvor.»

(dpa)

Wirtschaft sauer: Beschäftigte sollten sich selber testen

16:57
21.04.2021
Die Südwest-Wirtschaft hat die verschärfte Testpflicht in Unternehmen massiv kritisiert und gefordert, die Beschäftigten stärker in die Pflicht zu nehmen. «Noch kann niemand abschätzen, wie viel die verpflichtenden Testangebote in den Betrieben wirklich bringen, doch schon wird noch mal draufgesattelt: Das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Politik dieser Bundesregierung nähert sich dem Nullpunkt», sagte Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg, am Mittwoch in Stuttgart.

Es wäre aus Sicht der Wirtschaft besser gewesen, die Beschäftigten zu verpflichten, sich testen zu lassen oder sich selbst zu testen. «Es gleicht einer Bankrotterklärung, wenn Regierungsparteien sich nicht mehr trauen, das Richtige zu tun, nur, weil sie dann auch den Beschäftigten - und Wählern - auf die Füße treten müssen.» Dick fügte hinzu, dass die Erfahrung zeige, «dass die Testangebote von den Beschäftigten verhaltener angenommen werden, als dies aus Sicht des Infektionsschutzes vielleicht geboten wäre».

Am Dienstag war die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung in Kraft getreten, die die Betriebe verpflichtet, allen Beschäftigten in Präsenz mindestens einen Schnelltest pro Woche anzubieten. Am Mittwoch beschloss das Bundeskabinett, dass Unternehmen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen müssen. Falls möglich, muss der Arbeitgeber seinen Angestellten Homeoffice ermöglichen und Arbeitnehmer müssen das normalerweise auch annehmen.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen