Letztes Update:
20210421104919

Kaum Neueröffnungen: Shopping-Center-Branche sitzt Corona aus

10:00
21.04.2021
Die Corona-Krise hat die Shopping-Center in Deutschland hart getroffen: Lockdown und Infektionsängste ließen die Besucherzahlen 2020 stark einbrechen. Die Folge: Aktuell werden kaum noch neue Shopping-Center eröffnet, und auch die Revitalisierung und Umgestaltung bestehender Center ist ins Stocken geraten, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten «Shopping-Center Report 2021» des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI hervorgeht.

«Die vorherrschende Taktik der Projektentwickler ist es, erstmal abzuwarten wie sich die Lage in nächster Zeit weiterentwickelt», berichtet EHI-Handelsexperte Marco Atzberger. Die Branche befinde sich «im Wartemodus».

Zum Jahresbeginn 2021 wurden laut EHI in Deutschland 493 Shopping-Center mit einer Mindestfläche von 10 000 Quadratmetern betrieben. Im vergangenen Jahr kamen nur vier neue Shopping-Center hinzu. 2019 waren es noch sechs Neueröffnungen. Für 2021 sind laut EHI sogar nur zwei weitere Center-Realisierungen geplant.

Außerdem sei neuerdings auch eine deutliche Zurückhaltung hinsichtlich der Revitalisierung und Umgestaltung von bestehenden Objekten zu beobachten. Im vergangenen Jahr umfasste die Liste der Revitalisierungsprojekte noch 42 Objekte. Inzwischen sei die Zahl auf 27 Objekte geschrumpft, berichtete das EHI.

Setzte die Branche lange Zeit stark auf Textilhändler und Elektronikmärkte als Ankermieter, so gehören in allen vier neu eröffneten Centern großflächige Supermärkte zu den Publikumsmagneten. Das unterstreiche deutlich die mittlerweile hohe Relevanz des Lebensmittelhandels und der Nahversorgung für die Branche. Von den vier neuen Centern liegen zwei in Baden-Württemberg und jeweils eins in Bayern und in Hessen. Mischnutzung, also die Vermischung von Einzelhandel und Gastronomie mit beispielsweise Kultur-, Dienstleistungs- und Gesundheitsangeboten, spiele eine wachsende Rolle in der Branche.

(dpa)

Mehr als 4000 Kritiker von Corona-Politik in Berlin auf der Straße

10:00
21.04.2021
Bei einem Protest gegen die Corona-Politik haben sich in der Hauptstadt mehr als 4000 Teilnehmer versammelt. Die Polizei habe sich auf weitere Demonstranten auf der Straße des 17. Juni am Mittwoch eingestellt, sagte ein Polizeisprecher. Am selben Tag beriet der Bundestag über das geänderte Infektionsschutzgesetz.

Mindestabstände würden immer wieder missachtet, in großen Teilen werde keine Mund-Nasen-Schutz getragen, so die Polizei. Mehr als 40 Demonstranten seien deshalb vorübergehend festgenommen worden. Es gebe Gespräche mit dem Veranstalter. Sollte dieser die Demonstration nicht in den Griff bekommen, müsse über eine Auflösung gesprochen werden.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot von rund 2200 Beamten im Einsatz. Das Reichstagsgebäude sowie das Brandenburger Tor wurden weiträumig abgesperrt. Wasserwerfer stehen demnach bereit und könnten «im «Bedarfsfall eingesetzt» werden, sagte ein Polizeisprecher.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen