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Förderbanken unterstützen Wirtschaft in Corona-Krise mit Rekordsummen

09:21
20.04.2021
Die Förderbanken des Bundes und der Länder haben die deutsche Wirtschaft im Corona-Krisenjahr 2020 mit Rekordsummen gestützt. Rund 27,3 Milliarden Euro Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, vergaben die 19 Institute zusammen, wie der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) errechnet hat. Damit war die Summe nach Angaben des Verbandes vom Dienstag doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor mit rund 13,5 Milliarden Euro.

Dazu kamen weitere Mittel: Das Volumen von Bürgschaften und Haftungsfreistellungen erhöhte sich binnen Jahresfrist um das 47-fache von 718,4 Millionen Euro auf fast 34 Milliarden Euro. Auch die Darlehenszusagen schossen nach oben: von rund 60 Milliarden Euro 2019 auf fast 92 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

«Noch nie haben die Förderbanken von Bund und Ländern so viele Mittel vergeben wie im Pandemie-Jahr 2020. Mit Hilfe der Fördermittel und Zuschüsse, die sehr schnell ausgezahlt wurden, wurden Existenzen gesichert und kleine wie große Unternehmen entscheidend gestützt», bilanzierte VÖB-Hauptgeschäftsführerin Iris Bethge-Krauß. «Jetzt geht es darum, dass die Politik die richtigen Voraussetzungen schafft, damit die Wirtschaft auch mit Hilfe der öffentlichen Banken den Aufschwung schafft.»

(dpa)

Corona-Impfungen: Mehr als 20 Prozent gegen Corona geimpft

09:00
20.04.2021
20,2 Prozent der Bevölkerung sind Meldedaten zufolge mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 20. April hervor (Stand: 8.00 Uhr). Demnach wurden etwa 16,8 Millionen Menschen ein Mal geimpft, weitere rund 5,6 Millionen haben den vollen Impfschutz bekommen. Innerhalb eines Tages wurden 381 095 weitere Impfungen verabreicht.

Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Ländern: Zehn der 16 Bundesländer haben bereits die 20-Prozent-Marke bei den Erstimpfungen erreicht. Schlusslicht ist derzeit Hessen mit 18,3 Prozent.

Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

(dpa)

Ifo gibt Schulen auch im zweiten Lockdown schlechte Noten

08:59
20.04.2021
Die Schulschließungen zu Jahresbeginn haben bei Kindern und Jugendlichen nach einer Untersuchung des Ifo-Instituts tiefe Spuren hinterlassen. Im Schnitt gingen ihnen pro Tag mehr als drei Stunden Lernzeit verloren, wie eine am Dienstag veröffentlichte Befragung durch das Münchner Forschungsinstitut zeigt. Statt 7,4 Stunden pro Tag lernten die Schüler nur noch 4,3 Stunden - das ist weniger Zeit als sie mit Computerspielen, sozialen Netzwerken oder ihrem Handy verbrachten.

Die Forscher stellen der Schulpolitik in ihrer Studie kein gutes Zeugnis aus - auch weil sie nur relativ geringe Verbesserungen zum ersten Lockdown feststellten. Auch mit «langer Vorlaufzeit und nach eindringlichen Appellen von Eltern und Wissenschaft» sei es nicht gelungen, eine angemessene Beschulung aller Kinder im Distanzunterricht sicherzustellen. Die Ergebnisse seien «ernüchternd».

Unter anderem beklagen die Forscher, dass zu wenige Kinder regelmäßigen Video-Unterricht haben. Bei 39 Prozent der Kinder war dies maximal ein Mal pro Woche der Fall. Und der Lockdown hatte auch Auswirkungen auf die Gesundheit: 31 Prozent der Eltern sagten, ihr Kind habe in dieser Zeit zugenommen.

«Besonders bedenklich ist, dass 23 Prozent der Kinder sich nicht mehr als zwei Stunden am Tag mit der Schule beschäftigt haben», sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann. «Die Coronakrise ist eine extreme Belastung für die Lernentwicklung und die soziale Situation vieler Kinder.»

(dpa)

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