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20210415073729

Zahl der Firmenpleiten im Januar gering - Anstieg erwartet

07:36
15.04.2021
Die befürchtete Pleitewelle im Zuge der Corona-Krise ist auch zu Beginn des Jahres 2021 ausgeblieben. Die deutschen Amtsgerichte meldeten im Januar 1108 Firmeninsolvenzen. Das waren 31,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Zurückzuführen sei die niedrige Zahl der Firmenpleiten auch darauf, dass die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, in der Krise zunächst ausgesetzt worden war.

Die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren, die Hinweise auf die künftige Entwicklung gibt, ist hingegen tendenziell gestiegen. Im März erhöhte sie sich deutlich um 37 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Zahl lag erstmals seit einem Jahr auch über dem Wert des Vorjahresmonats (plus 18 Prozent).

Seit Oktober 2020 müssen zahlungsunfähige Unternehmen wieder Insolvenz beantragen, vorher war die Pflicht in der Corona-Krise zunächst ausgesetzt worden. Für überschuldete Firmen war die Pflicht bis Ende Dezember ausgesetzt. Unternehmen, die noch auf die Auszahlung der seit November vorgesehenen staatlichen Hilfen warten, müssen erst ab Ende April wieder Insolvenz beantragen. Die Statistiker gehen davon aus, dass sich diese Änderungen in den kommenden Berichtsmonaten auch in den Zahlen niederschlagen werden.

(dpa)

Lufthansa will Mitarbeiter selbst impfen

07:35
15.04.2021
Die Lufthansa will ihre Mitarbeiter selbst gegen das Coronavirus impfen. Das Unternehmen hat an den Standorten Frankfurt, München und Hamburg Impfzentren aufgebaut, wie ein Sprecher am Donnerstag berichtete. Die Einheiten seien ab Montag einsatzbereit und könnten in eigener Regie bis zu 400 Menschen täglich impfen.

Noch wartet die Fluggesellschaft allerdings auf Impfstoff. Man wolle sich dort nicht vordrängen und warte selbstverständlich auf die Zuteilung, erklärte der Sprecher. Zuerst sollen die Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt geschützt werden. Insgesamt beschäftigt Lufthansa in Deutschland rund 63 000 Menschen. Zuerst hatte «Hit Radio FFH» über die Impfstrategie berichtet.

(dpa)

Scholz verteidigt Ausgangsbeschränkungen als «verhältnismäßig»

07:35
15.04.2021
Trotz anhaltender Kritik hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) die geplanten Ausgangsbeschränkungen wegen der dritten Corona-Welle als «verhältnismäßig» verteidigt. «Das hat überall geholfen. In vielen Staaten der Welt ist das gemacht worden. Und es hat die Inzidenzwerte nach unten gebracht», sagte der Finanzminister am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». «Deshalb ist das eine Maßnahme, die zu den vielen anderen dazugehört. Und sie ist auch verhältnismäßig.»

Der SPD-Kanzlerkandidat sagte zur geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes: «Viele der gesetzlichen Vorschläge, die jetzt gemacht worden sind, beruhen auf der Praxis der Länder.» Ziel sei nun, mit einer bundesweiten Regelung für Klarheit zu sorgen. «In dem einen Bundesland beginnt die Ausgangsbeschränkung um neun, wenn die Inzidenz zu hoch ist, in dem anderen um zehn. (...) Da muss man einfach nur für eine Einheitlichkeit sorgen.» Die Kritik an den Maßnahmen sei bereits «tausendmal in den Ländern erörtert» worden.

Am Dienstag hatte das Bundeskabinett Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschlossen. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden einstellen. Nächste Woche sollen die Neuerungen erst vom Bundestag beschlossen werden und dann den Bundesrat passieren.

«Was mich irritiert ist mehr, wenn jetzt einige sagen, man müsste das alles gar nicht machen», sagte Scholz. Er sei zuversichtlich, dass das Gesetz «mit ganz kluger Feinjustierung» im Bundestag beschlossen werde. «Und dann, glaube ich, ist das für die Bürgerinnen und Bürger auch ein Zeitpunkt, wo sie erlöst werden von der verwirrenden Debatte.»

(dpa)

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