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Bremen als erstes Bundesland bei Impfquote von 20 Prozent

14:33
14.04.2021
Bremen hat als erstes Bundesland bei den Corona-Erstimpfungen die Quote von 20 Prozent erreicht und sogar leicht überschritten. Damit sei inzwischen ein Fünftel aller Bremerinnen und Bremer mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Die Quote lag bereits am Dienstag bei 20,1 Prozent und entspricht rund 137 000 Personen, die mindestens eine Impfung erhielten. Bundesweit lag dieser Wert bei 16,9 und in Niedersachsen bei 16,2 Prozent.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) betonte, für das Impfzentrum in Bremen sei eine «wohl beispiellosen Allianz» aus Senat, Hilfsorganisationen und Privatwirtschaft auf die Beine gestellt worden. «Das ist einmalig in Deutschland. Wir impfen sieben Tage die Woche, auch an Feiertagen. Wir könnten sogar noch mehr Tempo machen, wenn wir nur genug Impfstoff hätten. Bis zu 15 000 Impfdosen am Tag wären locker drin», sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

(dpa)

Steinmeier will Toten und Angehörigen in Pandemie ein Gesicht geben

14:31
14.04.2021
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will mit der nationalen Gedenkveranstaltung zur Corona-Pandemie am kommenden Sonntag den Toten und ihren Angehörigen Gesicht und Stimme verleihen. Es gehe darum, gemeinsam der Opfer zu gedenken, von denen viele aufgrund der Kontaktbeschränkungen einen einsamen Tod gestorben seien, hieß es am Mittwoch aus dem Bundespräsidialamt. Den Trauernden solle Mitgefühl ausgesprochen werden.

Steinmeier wolle auch Anteilnahme zeigen am Leid, das das Virus und die damit verbundenen Einschränkungen ausgelöst haben. Es gehe um besonders hart betroffene Menschen, die beispielsweise an den Spätfolgen einer Infektion litten, an Einsamkeit krank geworden seien oder in der Pandemie Gewalt und Missbrauch erlebt hätten. Erinnert werden solle auch an Ärzte und Pfleger, die Tag und Nacht um das Leben von Patienten gekämpft hätten.

Steinmeier hat für den Sonntag eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen in der Pandemie im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin angesetzt. Dieser soll pandemiebedingt in einem sehr kleinen Kreis stattfinden. Teilnehmen werden die Spitzen der fünf Verfassungsorgane. Neben dem Bundespräsidenten sind dies: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), Bundesratspräsident Reiner Haseloff (CDU), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth. Fünf Hinterbliebene, die in der Pandemie Angehörige verloren haben, sollen den Gedenkakt mitgestalten.

Bis zum Mittwoch sind in Deutschland laut Robert Koch-Institut 79 088 Menschen an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Sars-CoV-2-Infektion gestorben.

Vor dem Gedenken wird in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein ökumenischer Gottesdienst für die Opfer in der Pandemie gefeiert, an dem die Spitzen des Staates ebenfalls teilnehmen wollen. Gehalten wird er unter anderem vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing. Der Gottesdienst soll live in der ARD übertragen werden, der Gedenkakt wird live im ZDF zu sehen sein.

(dpa)

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