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20210414121032

EU trittt Datenschutz-Bedenken bei Covid-Zertifikat entgegen

11:01
13.04.2021
EU-Justizkommissar Didier Reynders tritt Datenschutz-Bedenken beim geplanten Covid-Zertifikat für einfacheres Reisen in Europa entgegen. Der Grundsatz der Daten-Minimierung werde bei dem Vorhaben eingehalten, sagte der Belgier am Dienstag im Europaparlament. Tatsächlich sei der Satz an persönlichen Informationen kleiner als im gelben Impfbuch der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Um Reisen in Europa in der Corona-Krise wieder einfacher zu machen, schlägt die EU-Kommission die Einführung eines «grünen Zertifikats» vor. Es soll Impfungen, Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Infektionen festhalten und EU-weit anerkannt werden. Grundsätzlich soll es den EU-Staaten überlassen bleiben, welche Vorteile - etwa freie Einreise ohne Quarantäne - sie gewähren. Das Zertifikat soll sowohl digital als auch in Papierform erhältlich sein.

Das Europaparlament und die EU-Staaten verhandeln derzeit darüber. Anfang Juni solle eine Pilotphase starten, sagte der Justizkommissar. Ende Juni sei dann der Start des gesamten Systems geplant. Reynders betonte, dass man sich an internationale Standards halten müsse. Man sei bereits mit anderen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Kontakt.

Das Zertifikats solle nicht mehr benutzt werden, sobald die WHO die Pandemie für beendet erklärt habe, sagte Reynders. Für den Fall neuer Pandemien solle das Instrument jedoch im «Werkzeugkasten» gelassen werden. Europas oberste Datenschützer hatten kürzlich auf hohe Datenschutz-Standards gepocht.

(dpa)

Umfrage: 39 Prozent der Verbraucher wollen dieses Jahr noch verreisen

11:01
13.04.2021
Rund 39 Prozent der Menschen in Deutschland wollen einer Umfrage zufolge in diesem Jahr noch verreisen. 13 Prozent planten dagegen für 2021 wegen der Corona-Pandemie keine Urlaubsreise mehr, wie bei einer am Dienstag veröffentlichten Online-Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus herausgekommen ist.

Abwartend verhielten sich 28 Prozent der mehr als 2000 Befragten im Alter zwischen 18 und 74 Jahren. Sie nannten häufig die Quarantäne-Vorschriften bei der Rückkehr und mögliche Kosten bei einer Stornierung als Argumente gegen eine Reise. Fast die Hälfte der Befragten, die wegen der Pandemie nicht verreisen wollen, würden demnach ihre Meinung ändern, wenn sie selbst oder große Teile der Bevölkerung gegen Corona geimpft sind.

Die Urlaubswilligen zieht es mehrheitlich zu deutschen Zielen mit Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an der Spitze. Ins europäische Ausland wollten 18 Prozent aller Befragten noch aufbrechen. Hier lagen Spanien, Italien und Österreich vorn. Bevorzugtes Reisemittel ist für 80 Prozent der Deutschlandurlauber und 71 Prozent der EU-Auslandsinteressenten das Auto. Gebucht würden vor allem Ferienwohnungen und -häuser.

(dpa)

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