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Linke: Corona-Vorschläge des Bundes «hoch problematisch»

10:53
11.04.2021
Die Linke im Bundestag hält die Vorschläge des Bundes für einheitliche Corona-Regeln für «hoch problematisch». «Insbesondere die Frage der Ausgangssperren ist ein dermaßen tiefer Eingriff in die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger, die nicht einfach en passant beschlossen werden kann», warnte der erste parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Jan Korte, am Sonntag in einem Brief an das Gesundheits- und das Innenministerium, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Kritisch sehe die Linksfraktion zudem, dass klare verpflichtende Regelungen für große Unternehmen fehlten, während im privaten Bereich massiv eingeschränkt werde. «Auffallend ist zudem die Widersprüchlichkeit mit Blick auf die Schulen», erklärte Korte. Darüber gelte es zu diskutieren. Die Fraktion werde sich in der kommenden Woche gleichwohl «aktiv und konstruktiv» an dem Verfahren beteiligen, sagte er zu.

Der Bund hatte am Samstag Vorschläge für eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorgelegt, die für Landkreise mit mehr als 100 wöchentlichen Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern unter anderem eine Ausgangsbeschränkung von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens vorsehen. Für Schülerinnen und Schüler schlug der Bund eine Testpflicht vor: Wer am Präsenzunterricht teilnimmt, sei zweimal in der Woche zu testen. Erst ab einer Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Landkreis sollen die Schulen schließen. Die Fraktionen waren aufgerufen, bis Sonntagmittag zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen.

(dpa)

Olympia-Macher planen Hotel für Athleten mit positivem Corona-Test

09:57
11.04.2021
Bei den Olympischen Spielen und Paralympics in Tokio ist ein Hotel mit rund 300 Zimmern für positiv auf das Coronavirus getestete Athleten mit geringfügigen oder ohne Symptome geplant. Dies berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo (Samstag). Das sei laut Informationen von Offiziellen eine weitere Maßnahme des Organisationskomitees, um eine Ausbreitung des Virus während der Sommerspiele zu verhindern. Die Athleten sollten demnach in dem Hotel rund um die Uhr isoliert und behandelt werden. Sie würden in ihren Zimmern prinzipiell für zehn Tage unter Quarantäne gestellt.

Das Organisationskomitee erwägt dem Bericht zufolge, ein ganzes Hotelgebäude zu reservieren, das sich einige Kilometer vom Athletendorf entfernt in Tokios Hafenviertel Harumi befindet. Außerdem sollen bis zu 30 Spezialfahrzeuge vorbereitet werden, die die infizierten Sportler bei Bedarf in dieses Hotel bringen könnten.

Gemäß der Corona-Richtlinien, die von den Organisatoren für die am 23. Juli beginnenden Tokio-Spiele im Februar in einem Playbook veröffentlicht wurden, werden die Athleten mindestens alle vier Tage auf das Virus getestet. Möglicherweise soll laut Kyodo auch diese Testfrequenz noch erhöht werden.

Unterdessen werden angesichts steigender Neuinfektionszahlen die Corona-Maßnahmen in Tokio verschärft. Bars und Restaurants sollen ab Montag spätestens um 20.00 Uhr schließen und Großveranstaltungen auf 5000 Personen begrenzt werden. Erst vor drei Wochen hatte die Regierung den Anfang Januar verhängten Ausnahmezustand in der Hauptstadt und drei angrenzenden Präfekturen aufgehoben.

(dpa)

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