Stuttgart - In den Stuttgarter Impfzentren
ist der Impfstoff ein knappes Gut. Weil dieser im Land nach wie vor nicht üppig vorhanden ist und inzwischen zu einem guten Teil in niedergelassene Arztpraxen und in Betriebsimpfungen fließt, müssen sich die Impfzentren vorwiegend auf Zweitimpfungen beschränken. Wegen der Mangelsituation müssen von diesen vereinzelt auch welche verschoben werden.
„Wir leben von der Hand in den Mund“, sagt Jan Steffen Jürgensen, der medizinische Vorstand des städtischen Klinikums mit dem Impfzentrum Liederhalle. Ähnlich ist die Lage im Impfzentrum am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK). „Wir haben wenig Impfstoff“, sagt Mark Dominik Alscher, der medizinische Geschäftsführer.
Vom RBK und den dortigen mobilen Teams werden derzeit pro Tag etwa 2000 Impfungen verabreicht, es waren schon mal 2500. In der Liederhalle schwankte die Zahl der Impfungen die vorigen Tage zwischen 1900 und 3500, dort waren es an Spitzentagen schon 5000. „Ich hoffe, dass sich die Lage nicht weiter verschlechtert“, sagt Jan Steffen Jürgensen. Die Lieferankündigungen seien „mit Vorsicht zu genießen“.
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Janey Schumacher