Seit Anfang der Woche ist für die
Hausärzte im Land die Impfpriorisierung aufgehoben. Wer geglaubt hat, das würde die Chancen auf einen Impftermin schlagartig erhöhen, sieht sich allerdings getäuscht. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Baden-Württemberg
wird es in dieser Wochen in den Praxen nämlich „praktisch keine Erstimpfungen geben“, sagt KV-Sprecher Kai Sonntag auf Anfrage. Die Praxen hätten in dieser Woche Impfstoff „fast ausschließlich für Zweitimpfungen bekommen“, erläutert der Sprecher. Zwar seien pro Arzt auch sechs Dosen für Erstimpfungen vorgesehen gewesen. Nur deuteten die Rückmeldungen aus der Ärzteschaft an,
dass womöglich auch ein Teil dieses Impfstoffes für Zweitimpfungen verwenden würden, weil die für diesen Zweck bestellten Mengen nicht im ganzen Umfang geliefert worden sind, erklärte Sonntag. Das macht die Lage der Praxen aktuell noch schwieriger, da viele derzeit mit einem telefonischen Ansturm von Patienten kämpfen, die möglichst bald geimpft werden wollen. Die Knappheit des Impfstoffs bleibt also einstweilen ein Problem.
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Janey Schumacher