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Coburg: Schulen bleiben geschlossen

14:57
09.04.2021
Sowohl in der Stadt als auch im Landkreis Coburg hat der Inzidenzwert die Marke von 100 überschritten. Für Kinder und Jugendliche bedeutet das die Rückkehr zum Homeschooling.

Coburg - Eigentlich sollten die Osterferien helfen, die Zahlen der Coronainfektionen in den Griff zu bekommen. Gelungen ist dies in Anbetracht der aktuellen Inzidenzzahlen des Robert Koch-Instituts aber offenbar nicht. Dieses meldet am Freitagmorgen für den Landkreis Coburg einen Siebentagewert von 122,2 und auch die Vestestadt weist einen Wert von 121,7 auf. Aus diesem Grund haben Landratsamt und Stadt nun beide erklärt, dass die Schulen in der Region in der kommenden Woche wieder schließen sollen.

Als Ausnahmen an den Grundschulen sollen lediglich die vierten Klassen gelten, für die unter Einhaltung des Mindestabstands Präsenz- bzw. Wechselunterricht stattfinden darf. Diese Regelung gilt ebenfalls für die Abschlussklassen der weiterführenden und beruflichen Schulen, der Gymnasien und Fachoberschulen sowie die Jahrgangsstufe 11. „Für alle übrigen Jahrgangsstufen findet Distanzunterricht statt“, heißt es laut Pressemitteilung des Landratsamtes. An den Schulen für Kranke solle in Übereinstimmung mit den Hygienevorschriften der Kliniken Unterricht oder eine Notbetreuung angeboten werden. „Die Schulvorbereitende Einrichtungen öffnen im Gleichklang mit vorschulischen Kindertagesstätten und den vorschulischen Heilpädagogischen Tagesstätten“, führt das Landratsamt in seinem Schreiben weiter aus.

Grund für das harte Vorgehen ist offenbar unter anderem die Britische Virusmutation, die für Kinder und Jugendliche deutlich ansteckender sei als andere Stränge und auch in der Region Coburg inzwischen drei von vier Patienten betreffe. „Auch aus diesem Grund wurde von der Bayerischen Staatsregierung die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte vor dem Präsenzunterricht beschlossen“, heißt es dazu vom Landratsamt. Genauere Anweisungen der Staatsregierung, wie diese Tests durchgeführt werden sollen, gebe es jedoch noch nicht.

„Für die Stadt gelten eins zu eins dieselben Regelungen, wie im Landkreis“, erklärt Louay Yassin, Pressesprecher der Stadt. Der hohe Inzidenzwert habe jedoch auch Auswirkungen, die über das Thema Schule hinausgingen. „Da wir in Coburg bereits zum zweiten Tag in Folge einen Wert über 100 haben, müssen sich die Menschen ab Anfang der nächsten Woche wieder auf Änderungen im Handel einstellen“, betont er. So sei etwa davon auszugehen, dass in vielen Geschäften wieder nur mittels Klick-and-Collect-Lösungen eingekauft werden könne.

Corona in den Haßbergen: 52 Neuinfektionen in der Region

14:56
09.04.2021
Lediglich die vierten Klassen starten nach den Ferien in den Präsenzunterricht. Hieran dürfen nur Schüler teilnehmen, die einen gültigen PRC- oder POC-Test vorweisen können.

Kreis Haßberge - Das Gesundheitsamt Haßberge meldet am Freitag, 9. April, 52 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 3041. Aktuell sind 343 Personen infiziert, 29 werden stationär im Krankenhaus behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. 2625 Bürger sind inzwischen wieder genesen. 73 Menschen sind leider im Zusammenhang mit der Infektion verstorben. In häuslicher Isolation befinden sich 512 Personen. Die britische Variante des Coronavirus breitet sich laut Landratsamt im Landkreis Haßberge weiter aus. Diese Mutation ist laut Meldung für fast alle Neuinfektionen verantwortlich. Von den Ansteckungen sind oft ganze Familien betroffen.
Regelungen für die Schulen

Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut bei 144,6, Stand 9. April, 0.00 Uhr. Demnach gelten für den Landkreis Haßberge in der kommenden Woche (12. bis 18. April) für den Schulbetrieb und im Bereich der Kindertagesbetreuung folgende Regeln:

•An den 4. Klassen der Grundschule, der Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien und Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen findet Präsenzunterricht, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, oder Wechselunterricht statt.

•An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Distanzunterricht statt.

•Am Präsenzunterricht und an Präsenzphasen des Wechselunterrichts dürfen nur Schüler teilnehmen, die zu Beginn des Schultages über ein schriftliches oder elektronisches negatives Ergebnis eines PCR- oder POC-Antigentests in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 verfügen und auf Anforderung der Lehrkraft vorweisen – oder in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest mit negativem Ergebnis vorgenommen haben. Die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung oder der in der Schule vorgenommene Selbsttest dürfen höchstens 48 Stunden vor dem Beginn des jeweiligen Schultags vorgenommen worden sein.

•Für den Betrieb von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder folgende Maßgaben: Die Einrichtungen sind geschlossen. Die Regelungen zur Notbetreuung bleiben unberührt.

Am Freitag, 16. April, wird eine Entscheidung für die darauffolgende Woche für die Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferienbetreuung und organisierte Spielgruppen getroffen. Für den Bereich des Einzelhandels gilt ab Montag, 12. April:

•Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte und Buchhandlungen werden künftig wieder wie sonstige Geschäfte des Einzelhandels behandelt. Sie sind damit nur unter den Bedingungen zulässig, die für den übrigen Einzelhandel gelten. Inzidenzunabhängig dürfen nur die in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung abschließend aufgezählten Geschäfte öffnen.

•Für die sonstigen Geschäfte des Einzelhandels gilt im Landkreis Haßberge Folgendes: Terminshopping-Angebote („Click & Meet“) sind zulässig. Dabei gilt zusätzlich die Vorlage eines aktuellen negativen Tests (max. 48 Stunden alter PCR-Test oder max. 24 Stunden alter Schnelltest).