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Papst erinnert zu Ostern: Hoffnung in Corona-Zeiten nicht verlieren

19:01
03.04.2021
Papst Franziskus hat in der Osternacht am Karsamstag die Gläubigen aufgerufen, in der langwierigen Corona-Krise die Hoffnung nicht zu verlieren.  

Rom - „In diesen dunklen Monaten der Pandemie hören wir den auferstandenen Herren, der uns einlädt, neu anzufangen und niemals die Hoffnung zu verlieren“, sagte das 84 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche im Petersdom. Eine Botschaft des Osterfests sei, dass es immer möglich ist, neu anzufangen. Auch aus dem Scherbenhaufen der Menschheitsgeschichte habe Gott etwas Neues entstehen lassen.

Den Gottesdienst feierten etwa 200 Gläubige und Geistliche mit. Aus Vorsicht vor Ansteckungen mit dem Coronavirus war nur eine begrenzte Zahl an Menschen zugelassen. Dabei gedenken Christen der Auferstehung Jesu. Zu Beginn trug der Pontifex die Osterkerze - das Licht Christi - in den dunklen Petersdom. Für gläubige Christen ist Ostern das wichtigste Fest im Kirchenjahr.

Papst Franziskus feiert Messe zum Ostersonntag

Papst Franziskus wird am Ostersonntag im Petersdom den Gottesdienst zur Auferstehung Jesu Christi feiern und den Segen „Urbi et Orbi“ spenden. Die Feierlichkeiten werden wegen der geltenden Corona-Beschränkungen und aus Vorsicht vor Ansteckungen in kleinerem Kreise abgehalten. Vor der Pandemie fand die Ostermesse meist auf dem Petersplatz vor Zehntausenden Pilgern statt. Mit der morgendlichen Messe am Sonntag (10.00 Uhr) muss Franziskus wie schon im Vorjahr wieder im Petersdom feiern. Ostern zählt für gläubige Christen zu den wichtigsten Festen.

Bereits an den vorangegangenen Tagen wurden zu den Gottesdiensten nur zwischen 100 und 200 Gläubige zugelassen. Mit dem Segen „Urbi et orbi“ (Für die Stadt und den Erdkreis) erlässt der Papst den Gläubigen die Strafen für ihre Sünden, wenn sie diese schon zuvor beispielsweise in der Beichte oder durch Gebete getilgt haben. Der Segen wird in der Regel an Ostern und Weihnachten gespendet und dann, wenn ein Papst neu gewählt wurde.

Bürgermeister: Tausende Ordnungswidrigkeiten bei Anti-Corona-Demo

18:27
03.04.2021
Im Zuge der Anti-Corona-Demonstrationen in Stuttgart haben Teilnehmer tausendfach gegen Hygieneregeln verstoßen. 

Stuttgart - Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Clemens Maier, erklärte am Samstag: „Nun mussten wir am Nachmittag tausende Ordnungswidrigkeiten feststellen.“ Einzelne Vergehen hätten Polizei und Stadt direkt geahndet. „Zudem müssten alle, die ohne Maske und ohne Abstand auf den Kundgebungen durch die Stadt zogen, mit einer Ordnungswidrigkeits-Anzeige rechnen“, so Maier.

Man werde sich auch mit der baden-württembergischen Landesregierung beraten, inwieweit aufgrund der Erfahrungen die Corona-Verordnung in Sachen Versammlungen angepasst werde. Mit Verweis auf die geltende Verordnung, die das Recht auf Versammlungen auch in Pandemie-Zeiten nicht einschränke, hatte die Stadt die Demo der „Querdenken“-Bewegung genehmigt. Mehr als 10 000 Menschen kamen am Samstag in die Landeshauptstadt, die meisten trugen keine Maske über Mund und Nase.

Auch Abstände hielten die Demonstranten oftmals nicht ein.
„Die Bilder aus Stuttgart sind nicht schön, aber sie sind kein Vergleich zu den jüngsten Ereignissen in Brüssel, Kassel oder Dresden“, sagte Maier mit Blick auf Ausschreitungen in den anderen Städten. Der Tag in Stuttgart sei weitgehend friedlich verlaufen.