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An Ostern in Kulmbach: Landkreis bietet zusätzliche Schnelltests

17:05
02.04.2021
Ostersonntag ? In Pandemie kein heiliger Feiertag wie sonst. Das Rote Kreuz arbeitet im Landkreis Kulmbach und bietet Schnelltests an.

Kulmbach - Das Landratsamt Kulmbach bietet in enger Zusammenarbeit mit dem BRK-Kreisverband am Ostersonntag einen zusätzlichen Schnelltesttermin in der BRK-Zentrale am Rot-Kreuz-Platz1 in Kulmbach an. „Mit der Unterstützung von haupt- und ehrenamtlichen Kräften werden wir an diesem Tag von 9 bis 11 Uhr kostenlose Schnelltests für alle anbieten, die bei ihrem Osterbesuch im Rahmen der derzeit begrenzten Möglichkeiten auf Nummer sicher gehen wollen“, sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold.

   

Die Kräfte des BRK haben, wie Dippold sagt, nicht lange überlegt und sich zu der Mitarbeit bei diesem Termin bereit erklärt. „Das ist keineswegs selbstverständlich“, sagt Landrat Klaus Peter Söllner dazu. Der BRK-Kreisvorsitzende dankt allen Helferinnen und Helfern und ruft die Bevölkerung auf, dieses Angebot wahrzunehmen. Nicht nur für alldiejenigen, die einen Besuch in einem Pflege- oder Seniorenheim planen, sei ein negativer Schnelltest wichtig.

Auch wer an Ostern seine Familie sehen möchte, ist mit einem Schnelltest gut beraten. „Bei diesen Tests in unseren Schnelltestzentren in Kulmbach, Thurnau und Kupferberg haben wir schon etliche Corona-Fälle entdeckt. Die Betroffenen hatten keine Ahnung, dass sie sich infiziert hatten und hätten so das Virus womöglich weitergetragen“, sagt Landrat Söllner.

Bereits seit Mitte Februar bietet der Landkreis Kulmbach in der Kupferberger Stadthalle, im Schützenhaus in Thurnau und in der Zentrale des BRK in Kulmbach kostenlose Schnelltests für alle Bürgerinnen und Bürger an. Jeder, kann, um vor einem Besuch sei es in Seniorenheimen oder auch privat, mit einem tagesaktuellen Schnelltest auf Nummer sicher gehen.

Die Öffnungszeiten aller Schnelltestzentren im Landkreis Kulmbach sind im Internet auf der Seite www.landkreis-kulmbach.de/coronavirus zu finden.

Sieben-Tage-Inzidenz: Kulmbach wieder Spitzenreiter in Bayern

17:04
02.04.2021
Diesen ersten Platz will niemand haben: Bayernweit gibt es keinen Landkreis mit einer höheren Inzidenz als Kulmbach. In ganz Deutschland belegt man Rang acht.

Kulmbach - Auf diesen Titel eines Spitzenreiters an Ostern hätten die Kulmbacher sicher gerne verzichtet. Der Landkreis führt derzeit die Liste der Corona-Hotspots in Bayern an. Mit einer Inzidenz 336,75 liegt Kulmbach auch deutschlandweit mit Platz 8 weit vorn. Für Landrat Klaus Peter Söllner ist das ein erneuter Anlass zu dem Appell an die Bevölkerung, die Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln einzuhalten. Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, sagte der Landrat am Donnerstag, könne es gelingen, das Infektionsgeschehen zurückzudrängen. Söllner rief auch dazu auf, die Schnelltestzentren des Landkreises zu nutzen, um bei Osterbesuchen auf der sicheren Seite zu sein.

   

Am Gründonnerstag, 16 Uhr, waren in Kulmbach weitere 46 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Fast alle werden wieder auf die britische Virus-Mutante zurückzuführen sein. Sie ist inzwischen in rund 90 Prozent aller Fälle die Ursache.

Aktuell gibt es im Landkreis Kulmbach 387 bestätigte Corona-Infizierte. Von diesen aktuellen Fällen sind 241 in die vergangenen sieben Tagen entdeckt worden. Daraus errechnet sich die Inzidenz.

Bereits als sicher gilt, dass es auch an Ostern wieder neue Fälle geben wird. Am Donnerstag wurden in den Teststrecken der Kulmbacher Abstrichstelle 272 weitere Testungen durchgeführt. Nach bisherigen Erfahrungswerten dürften etwa zehn Prozent der Tests positiv ausfallen.

Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie im Landkreis jetzt schon 3339 Fälle gezählt worden. 2853 Menschen gelten als genesen. 99 Menschen haben im Zusammenhang mit Corona ihr Leben verloren.

   

Weiterhin angespannt bleibt die Situation im Klinikum Kulmbach. 28 Menschen werden dort wegen einer Covid-Erkrankung stationär behandelt. Neun Personen brauchen intensivmedizinische Betreuung. Maximal zwölf Corona-Intensiv-Patienten kann das Klinikum versorgen.

Die Verteilung der aktuellen Corona-Fälle (siehe Grafik) zeigt, dass sich das Ausbruchsgeschehen inzwischen über fast alle Gemeinden des Landkreises verteilt. Nur in Harsdorf und Ludwigschorgast gibt es momentan keinen Fall. Erwartungsgemäß liegt auch in dieser Woche wieder die Stadt Kulmbach mit 155 aktuell bekannten Fällen an der Spitze im Landkreis. Aber auch in Mainleus mit 26, Stadtsteinach mit 23, und Untersteinach mit 21 Fällen ist die Marke von 20 überschritten worden. Das Infektionsgeschehen spielt sich, wie die Leiterin des Kulmbacher Gesundheitsamts, Dr. Camelia Fiedler, sagt, inzwischen weitgehend in den Familien ab und bleibt weiterhin „diffus“.

Mehr Informationen zum Thema Corona: landkreis-kulmbach.de