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Was Passagiere bei Reisen nach Deutschland beachten müssen

14:58
30.03.2021
Ab sofort gilt eine strenge Corona-Testpflicht für alle Reisenden, die mit dem Flugzeug nach Deutschland fliegen. Wer keinen Test am Flughafen vorlegen kann, der darf nicht an Bord.

Stuttgart - Seit diesem Dienstag gilt eine strenge Corona-Testpflicht für alle Bürger, die mit dem Flugzeug nach Deutschland einreisen. Die Regel gilt bis vorerst 12. Mai für alle Flugpassagiere , egal ob sie auf Geschäftsreise sind, als Touristen nach Deutschland einreisen oder aus den Ferien zurückkehren. Für andere Reisemittel wie Busse und Bahnen gilt die Regel nicht.

Wer jedoch in ein Flugzeug einsteigen will, der muss einen negativen Coronatest vorweisen. Die Fluggesellschaften sind dazu verpflichtet, den Test zu überprüfen. Zugelassen sind PCR-Tests oder auch Schnelltests, die bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Die Testergebnisse können ausgedruckt oder in digitaler Form auf Deutsch, Englisch oder Französisch vorgelegt werden. Auf dem Nachweis müssen Datum und Art des Tests stehen, da das Ergebnis maximal 48 Stunden vor Abreise zurückliegen darf. Bezahlen muss den Test jeder Reisende aus eigener Tasche.

Diese Regel hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesländer am 22. März beschlossen. Damit soll verhindert werden, dass Flugreisende das Virus Sars-Cov-2 ins Land einschleppen. Außerdem soll das Risiko verringert werden, dass weitere Mutanten des Coronavirus nach Deutschland eingeschleust werden und die Zahlen der Neuinfektionen in die Höhe treiben.

Die neue generelle Testpflicht für alle Flugreisen nach Deutschland hat am ersten Tag auf Mallorca keine größeren Probleme verursacht. Vor dem Testzentrum auf dem Flughafen von Palma bildete sich nach dpa-Informationen am Dienstagvormittag offenbar nur eine kleine Warteschlange mit maximal etwa zehn Reisenden, die nach einem Aufenthalt auf der spanischen Insel nach Hause zurückkehrten. Die Tests auf das Coronavirus verliefen dort wohl alle reibungslos und ohne größere Wartezeiten - und zunächst auch ohne positive Ergebnisse.

Öffnungen könnten laut Forschern ab Juni möglich sein

14:56
30.03.2021
Ein Forscherteam aus Göttingen macht Hoffnung: Ab Juni könnten in Deutschland Öffnungsschritte möglich sein - aber nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Göttingen - Bei vergleichsweise niedrigen Fallzahlen und Impffortschritten könnten nach Berechnungen von Göttinger Forschern ab Juni deutlichere Öffnungsschritte möglich sein.

Dann wären "moderate Maßnahmen" wie Hygieneregeln und der Verzicht auf größere Veranstaltungen ausreichend, sagte Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Sie bezieht sich auf eine Sieben-Tage-Inzidenz "deutlich unter 50", so dass Gesundheitsämter noch gut und rechtzeitig Kontakte nachverfolgen können. "Bei hohen Fallzahlen wären wir erst im Spätsommer so weit", sagte die Physikerin.

Ändern würde sich die Prognose, sollte eine mutierte Variante des Coronavirus auftauchen, die weitgehend unempfindlich gegen die Impfung ist. "Das würde uns um einige Wochen oder Monate zurücksetzten", sagte Priesemann. In ihren Modellberechnungen haben die Göttinger Forscher angenommen, dass es keine sogenannte Escape-Variante gibt.

"Es ist eine Illusion zu denken, wir öffnen jetzt früher und haben nur etwas mehr Fälle", erklärte Priesemann. Es sei leider so, dass die Impfung der Über-80-Jährigen nicht reicht, um die Intensivstationen ausreichend zu entlasten. Jeder Jüngere habe nur ein einprozentiges oder geringeres Risiko, auf die Intensivstation zu müssen. "Das Problem ist einfach die schiere Anzahl."

Zudem gebe es mehrere Aspekte zu beachten: So seien selbst mit einer Impfung schwere Krankheitsverläufe möglich. Nicht jeder nehme ein Impfangebot an. Kinder würden nicht geimpft und könnten als eine Art Reservoir für Viren fungieren und weitere Menschen anstecken, listete Priesemann Beispiele auf. "Das Impfen ist nicht perfekt."

Offen sei mit Blick auf den Herbst, ob die Immunität nach einer Impfung im Laufe der Zeit nachlässt. Hierauf gebe es erste Hinweise, sagte Priesemann. Zudem ändere sich dann das Wetter wieder und könne die Verbreitung des Virus begünstigen.