Letztes Update:
20210329144451

Fast 15 Prozent im Hofer Land sind geimpft

13:01
29.03.2021
Stadt und Landkreis Hof liegen beim Impftempo deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Mit Abstand die meisten Impfungen erfolgten mit dem Biontech-Impfstoff.

Hof - Die Corona-Impfungen im Landkreis Hof haben inzwischen an Fahrt aufgenommen: Seit Beginn der Impfungen Ende Dezember sind laut Mitteilung des Hofer Landratsamts insgesamt 28 416 Dosen verimpft worden – im zentralen Impfzentrum, durch mobile Impfteams sowie durch die Hausärzte, die seit Anfang März im Rahmen des Pilotprojektes impfen. 20 787 der Impfungen sind Erstimpfungen, davon 12 638 mit Biontech, 7565 mit Astrazeneca und 584 mit Moderna. 7629 Menschen haben schon die zweite Impfung bekommen, davon 7625 mit Biontech und vier mit Moderna.

Damit haben nun 14,85 Prozent der Menschen in Stadt und Landkreis schon eine Erstimpfung erhalten. Die Region liegt damit deutlich über dem Durchschnitt. Zum Vergleich: In Bayern sind es 11,2 Prozent, bundesweit 10,8 Prozent.

EKD-Chef fordert klareren Corona-Kurs von der Politik

12:33
29.03.2021
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat in der Corona-Krise einen klaren Kurs der Politik angemahnt. Statt eines Hin und Hers seien möglichst klare Botschaften erforderlich, sagte der Münchner Landesbischof am Montag.

Hannover - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat in der Corona-Krise einen klaren Kurs der Politik angemahnt. Statt eines Hin und Hers seien möglichst klare Botschaften erforderlich, sagte der Münchner Landesbischof am Montag. Außerdem müsse die Impfkampagne optimiert werden, zwischenzeitlich seien zu viele Dosen gelagert worden statt schnell verwendet zu werden.

"Wir sehen es alle, diese Verwundung in der Gesellschaft, die Geduld ist zu Ende, die seelischen Inzidenzen gehen nach oben", sagte Bedford-Strohm. Was das Virus mit der Seele mache, sei bislang kaum vorgekommen. Insbesondere die Probleme junger Menschen müssten in den Blick genommen werden. "Den ersten Kuss kannst du nicht auf irgendeine iPad-Scheibe geben."

Wichtig sei es im Moment, Infektionen insbesondere im privaten Bereich zu vermeiden und Solidarität zu zeigen. Dem ständen kluge Öffnungskonzepte gekoppelt an Schnelltests nicht entgegen, sagte Bedford-Strohm. Dabei verteidigte er, dass Ostergottesdienste nicht nur virtuell, sondern auch in Präsenz stattfinden werden. "Die Hygienekonzepte sind so ausgereift, dass wir das verantworten können." Die Gemeinden seien aber dazu aufgerufen worden, auch nach Alternativen zu suchen.

Der EKD-Chef sprach sich außerdem dafür aus, dass bereits Geimpfte Freiheiten zurückerhalten sollten, wenn klar ist, dass von ihnen keine großen Gefahren mehr ausgehen. "Ich plädiere für Gönnen können."