Letztes Update:
20210326162126

Positivquote rückläufig

14:43
26.03.2021
30 neue Corona-Fälle wurden am Freitag bekannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder leicht an. Sie beträgt 202,3

Wunsiedel - Die Positivquote im Landkreis Wunsiedel ist rückläufig. Sie beträgt aktuell 2,56 Prozent (Vorwochen 3,05 und 4,5 Prozent. Zudem gehen laut einer Mitteilung des Landratsamts derzeit nur noch vereinzelt positive Befunde von Grenzgängern ein. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 202,3 (Vortag 198,2).

30 neue Corona-Fälle wurden am Freitag bekannt. Die Zahl der seit Pandemiebeginn Infizierten stieg damit auf 4326, darunter befinden sich 982 Mutationsverdachtsfälle. Aktuell erkrankt sind 324 Personen, 32 werden im Klinikum Fichtelgebirge behandelt, davon vier intensiv. Als genesen gelten 3852 Landkreisbürger.

Im Zusammenhang mit dem Virus sind 180 Todesfälle zu verzeichnen. 315 Impfungen wurden am Donnerstag verabreicht, wodurch sich die Gesamtzahl auf 13 144 erhöht. Außerdem wurden 974 Schnelltests und 712 PCR-Tests durchgeführt.

Wegen eines Coronafalls ist seit der evangelische Kindergarten „Unterm Himmelszelt“ in Schönwald voraussichtlich bis 8. April geschlossen. Der Käthe-Luther-Kindergarten ist für die Notbetreuung wieder geöffnet, teilt das Landratsamt Wunsiedel mit.

Bayreuth Stadt und Land: 83 neue Corona-Fälle

14:28
26.03.2021
Die 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Robert-Koch-Institut (RKI) für den Landkreis Bayreuth 150,5 (Vortag: 133,1) und für die Stadt Bayreuth 185,9 (Vortag: 157,8) und ist damit jeweils angestiegen. Seit dem Vortag sind insgesamt 83 neue positive Corona-Testergebnisse eingegangen, 41 aus dem Landkreis und 42 aus der Stadt Bayreuth. Dies meldet das Landratsamt am Freitag.

Bayreuth - Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt im Landkreis 3879 und in der Stadt Bayreuth 2656 Personen positiv auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet. Heute sind im Landkreis 341 und in der Stadt Bayreuth 244 Personen nachweislich mit diesem Corona-Virus infiziert.

Als genesen gelten 3398 Personen aus dem Landkreis und 2313 aus der Stadt, darunter sowohl Personen, die mit typischer Symptomatik erkrankt gewesen waren, aber auch solche, bei denen trotz fehlender Krankheitszeichen ein positiver Test auf SARS-CoV-2 vorgelegen hatte.

Insgesamt sind 54 Personen mit COVID-19 in stationärer Behandlung, davon sind 51 Patienten im Klinikum Bayreuth und drei in der Sana-Klinik in Pegnitz. 20 Patienten aus dem Landkreis und 17 aus der Stadt Bayreuth werden stationär behandelt.

Aus dem Landkreis sind bisher 140 und aus der Stadt Bayreuth 99 Personen an den Folgen der Infektionskrankheit COVID-19 verstorben.

Online-Redaktion

Söder ruft zum Durchhalten im Anti-Corona-Kampf auf

13:57
26.03.2021
Markus Söder räumt ein, auch er träume vom Osterurlaub am Gardasee. Aber es nütze halt nichts - Durchhalten laute die Parole. Noch nie sei die Corona-Lage so gefährlich gewesen wie derzeit. Seine Credo: Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren.

München (dpa/lby) - Angesichts der aus seiner Sicht dramatisch wachsenden Gefahr durch das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Bürger und Politik zum Durchhalten im Kampf gegen die Pandemie aufgefordert. Alle Bundesländer müssten die Notbremse in Hotspots konsequent ziehen. Wo die Notbremse ausgesetzt werde, drohe die Gefahr einer Verharmlosung der Pandemie, sagte der CSU-Chef am Freitag nach einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Nötig sei das Motto "Sicherheit zuerst". "Corona wird immer gefährlicher", sagte der Ministerpräsident.

In Bayern war die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche ("Sieben-Tage-Inzidenz") am Freitag auf 122,1 gestiegen. Söder erwartet in den kommenden zehn Tagen bis nach Ostern weitere deutliche Steigerungen. Mit einer Inzidenz von 419 ist die oberfränkische Stadt Hof laut Robert Koch-Institut (RKI) bayernweit am stärksten betroffen. 34 Landkreise und kreisfreie Städte lagen am Freitag noch unter der Marke von 100, mit dem Kreis Landsberg am Lech und der Stadt Ansbach nur zwei unter 50.

Das Impfen als auf längere Sicht einzige wirksame Gegenmaßnahme müsse vorangetrieben werden. Am kommenden Dienstag soll es in Bayern zu einem "Impfgipfel" kommen. "Das einzige, was wirklich zählt, ist das Impfen", sagte Söder. Er beklagte erneut, dass Impfstoff nicht in der gewünschten Menge zur Verfügung stehe.

Bei der Zusammenkunft von Politik und Experten am Dienstag solle ein klares Impfmanagement für die nächsten Monate und das Zusammenspiel der Impfzentren und der rund 8000 Hausarztpraxen in Bayern definiert werden. Die ersten Hausärzte sollen ab 31. März Spritzen verabreichen.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) vom Freitag hat sich die Impfgeschwindigkeit in Bayern inzwischen verdoppelt. "Seit Beginn der Corona-Impfungen vor knapp drei Monaten haben wir 2 024 084 Impfdosen in Bayern verabreicht", sagte er am Freitag. Inzwischen hätten 81 Prozent der Alten- und Pflegeheimbewohner mindestens eine Erstimpfung erhalten. In den Pflegeheimen liege die Impfbereitschaft des Personals bei 59 Prozent, in den Krankenhäusern bei 51,5 Prozent.

Söder deutete an, dass es dabei auch zu Änderungen der Impfreihenfolge kommen könnte, etwa bei der Impfung durch Betriebsärzte in Unternehmen. In Ostbayern werde dies bereits in Hotspots entlang der Grenze zum besonders betroffenen Tschechien praktiziert. "Das möchten wir Stück für Stück ausweiten", sagte Söder.

Söder mahnte, es dürfe angesichts der neuen gefährlichen Lage keinen "Ermüdungsbruch" in der Bekämpfung der Pandemie geben. "Viele scheinen die Nerven auch zu verlieren", sagte Söder und mahnte auch die Union: "Wer Nerven verliert, verliert ganz sicher auch Wahlen."

Der Blick in die Welt zeige, wie gefährlich die Corona-Lage derzeit sei. In Indien etwa verbänden sich unterschiedliche Mutationen des Coronavirus zu neuen Varianten. Ähnliches war zuvor aus Brasilien bekanntgeworden.