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Bayern beginnt mit Impfungen von Polizisten

06:53
02.03.2021
Weil sie bei ihren Einsätzen regelmäßig eine Corona-Infektion riskieren, werden Bayerns Polizisten von heute an geimpft. Wer seinen Dienst vor allem am Schreibtisch verrichtet, muss sich aber noch gedulden.

Bayern beginnt heute mit der Impfung aller Beschäftigten der Polizei im Freistaat. Dazu gehören nach Angaben des Innenministeriums rund 44.000 Beamte in Vollzug und Verwaltung sowie weitere Mitarbeiter. Zur Impfung der Polizei-Bediensteten wurde demnach ein eigenes Impfzentrum mit zwölf Standorten eingerichtet, 10.000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca stehen nach Angaben des Ministeriums zum Start bereit.

Wie lange es dauern wird, alle impfwilligen bayerischen Polizisten zu versorgen, hänge "von der weiteren Zulieferung des Impfstoffs" ab, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Ziel sei es zunächst, die vorhandenen Dosen möglichst schnell zu verwenden. Als erstes sollen Polizisten an der Reihe sein, die im Streifendienst arbeiten und bei den Einsatzhundertschaften beschäftigt sind, sowie Mitarbeiter mit Vorerkrankungen. Wer vor allem am Schreibtisch arbeitet, muss sich demnach vorerst noch gedulden.

Mehrere Tausend Mitarbeiter sind nach Angaben des Ministeriums aber zumindest schon mit einer ersten Dosis versorgt. Stand Montag hatten kommunale Impfzentren demnach 2692 Beschäftigten im Rahmen des sogenannten "Hop-On-Verfahrens" Impfstoff angeboten, der sonst verfallen wäre. Wann diese Polizei-Mitarbeiter ihre zweite Impfung erhalten, entschieden die Impfzentren selbst, sagte ein Ministeriumssprecher.

Für Beschäftigte der Bundespolizei sind die bayerischen Polizei-Impfzentren in München, Eichstätt, Würzburg, Nürnberg, Königsbrunn, Dachau, Sulzbach-Rosenberg, Aschaffenburg, Bayreuth, Regensburg, Ainring und Pilsting den Angaben nach zunächst nicht gedacht. Für sie sei das Bundesinnenministerium zuständig, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums. "Wir haben den in Bayern tätigen Bundespolizisten aber in Aussicht gestellt, sie ebenfalls zu impfen, sofern genügend Impfstoff zur Verfügung steht."

Ob sich eine Mehrheit der bayerischen Polizei-Bediensteten auch impfen lassen will, könne man im Innenministerium zwar nicht beurteilen, sagte ein Sprecher. Man habe aber den Eindruck, dass "ein Großteil grundsätzlich einer Impfung positiv gegenüber eingestellt ist".

Mutation schlägt in Kulmbach schmerzhaft zu

06:40
02.03.2021
Kulmbach zählt zu den zehn deutschen Gebieten mit dem höchsten Inzidenzwert. Dabei spielt die britische Mutante des Virus eine große Rolle.

Die rasante Verbreitung der britischen Mutation des Coronavirus hat den Landkreis Kulmbach in eine „Spitzenposition“ der Inzidenzwerte auf der RKI-Liste gehievt. Mit der am Sonntag errechneten Inzidenz von 220,78 steht Kulmbach unter den 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland auf Platz 8, in Bayern auf Platz 4. Ausgerechnet an dem Tag, an dem etliche Geschäfte, wie Friseure oder auch Gärtnereien und Baumärkte wieder öffnen durften. Die hohen Zahlen haben Folgen: In etlichen Unternehmen aus dem Landkreis liefen und laufen Reihentestungen, nachdem positive Fälle festgestellt wurden. Kleinere Ausbrüche in Kindergärten haben, auch wenn das nicht behördlich angeordnet ist, dazu geführt, dass einzelne Gruppen und auch eine ganze Kita geschlossen sind.

Melitta Burger