Letztes Update:
20210319132052

59 weitere Corona-Infizierte

09:53
19.03.2021
Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Hof meldet 59 neue Corona-Fälle. In der Stadt Hof sinkt die Inzidenz, während sie im Landkreis ansteigt.

Hof - In Stadt und Landkreis Hof sind 59 weitere Personen Corona-positiv getestet worden, davon 28 in der Stadt und 31 im Landkreis Hof. 23 Personen waren als Kontaktpersonen I bekannt. Das teilt das Landratsamt Hof mit. Die Zahl der bisher festgestellten Corona-Fälle im Landkreis und der Stadt Hof steigt auf 6960 Personen. Da 33 Personen wieder aus der häuslichen Isolierung entlassen werden konnten, liegt die Zahl der aktuellen Fälle bei 659 Personen. 6104 Personen gelten als genesen.

Unterdessen bestätigt die Gesundheitsbehörde des Landkreises und der Stadt Hof einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Dabei handelt es sich um eine 63-jährige Frau aus der Stadt Hof, der mit dem Corona-Virus verstorben ist.

Die Zahl der Todesfälle von Corona-Infizierten im Hofer Land steigt auf 197 an.

Die 659 Fälle verteilen sich wie folgt auf Stadt und Landkreis:

Landkreis Hof: 337


Stadt Hof: 322

Aktuelle Sieben-Tage-Inzidenzwerte (Berechnung laut RKI):

Landkreis Hof: 183,5

Stadt Hof: 205,1

Dritte Welle der Pandemie durch Impfungen nicht zu stoppen

09:45
19.03.2021
Wer beruhigene Worte ertwartet wird enttäuscht: Gesundheitsminister Spahn malt ein düsteres Bild der derzeitigen Coronalage. Die Zahlen steigen und es gibt nicht genug Impfstoff.

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bevölkerung darauf eingestimmt, dass die dritte Corona-Welle in Deutschland nicht durch Impfungen gestoppt werden kann.

"Wir befinden uns in der dritten Welle der Pandemie, die Zahlen steigen, der Anteil der Mutationen ist groß", sagte Spahn am Freitag in Berlin. "Zur ehrlichen Lageanalyse gehört: Es gibt in Europa noch nicht genügend Impfstoff, um die dritte Welle allein durch Impfen zu stoppen", sagte Spahn.

"Selbst wenn die Lieferungen aus EU-Bestellungen nun zuverlässig kommen, wird es noch einige Wochen dauern, bis die Risikogruppen vollständig geimpft sind", so der CDU-Politiker. "Erst dann können wir auch über breitere Öffnungen der Gesellschaft reden. Wir werden also noch einen langen Atem brauchen."

Die steigenden Infektionszahlen könnten bedeuten, dass es vielleicht keine weiteren Öffnungsschritte geben könne - sondern "sogar Schritte rückwärts" nötig würden. An diesem Montag wollen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die weiteren Schritte bei den Beschränkungen beraten.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich dafür ausgesprochen, die Corona-Maßnahmen schnell wieder zu verschärfen. "Man kann es drehen und wenden wie man will, wir müssen zurück in den Lockdown", sagte er am Freitag in Berlin.

Es mache keinen Sinn zu warten. Je früher man reagiere, desto kürzer müsse der Lockdown sein, um wieder auf eine beherrschbare Fallzahl zu kommen. Lauterbach sprach vom Beginn einer "fulminanten dritten Welle". Seinen Angaben nach ist durch die stattfindende Verdrängung der alten Virusvariante durch neue Varianten Mitte April mit einer bundesweiten Inzidenzzahl von 200 zu rechnen. Wenn die Fallzahlen nicht abgebremst würden, sei eine Überlastung der Intensivstationen in wenigen Wochen zu erwarten.

Lauterbach begrüßte zugleich die für diesen Freitag geplante Fortsetzung der Impfung mit Astrazeneca. Es handele sich dabei um einen sehr wirksamen Impfstoff, der bei den älteren Menschen die Krankenhauseinweisungen und den Tod sehr sicher verhindern könne. "Daher ist der Impfstoff sicher, und der Nutzen ist gewährleistet, und ich begrüße ausdrücklich, dass in Deutschland die Impfung wieder begonnen hat." Er würde diesen Impfstoff jederzeit nehmen, sagte Lauterbach.