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Kritik: Maskenvergabe "unnötige Kostenexplosion"

18:15
18.03.2021
Die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sprach am Donnerstag von einer «unnötigen Kostenexplosion» bei der vom Bund bezahlten Verteilung von FFP2-Masken über Apotheken. Es sei unerklärlich, warum Minister Jens Spahn (CDU) nicht auf Warnungen in seinem Ressort gehört habe. Wie Medien berichteten, hat ein Fachreferat vor «gravierenden Finanzwirkungen» gewarnt und wies darauf hin, viele Berechtigte seien «durchaus in der Lage», Masken selber zu bezahlen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten im Herbst beschlossen, 15 FFP2-Masken nur gegen eine kleine Zuzahlung an Menschen mit hohem Risiko für schwere Krankheitsverläufe abzugeben - abzuholen in Apotheken. Die Apotheken bekamen anfangs sechs Euro pro Maske. Daran gab es angesichts niedrigerer Maskenpreise Kritik, wie auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet hatte. Mitte Februar wurde die Apotheken-Vergütung auf 3,90 Euro gesenkt. Der Bund kalkulierte für die Aktion mit rund 2,5 Milliarden Euro.

Das Gesundheitsministerium erklärte am Donnerstag die Preise für die Abgabe der Masken seien mit ausdrücklicher Zustimmung des Finanzministeriums festgelegt worden. Grund für die Wahl der Apotheken sei gewesen, eine dezentrale Abgabe von mehreren hundert Millionen Masken innerhalb von vier Monaten logistisch zu sichern.

Die Vergütung von 6 Euro je Maske inklusive Umsatzsteuer sei auf eine vom Ministerium in Auftrag gegebene Markterhebung zurückgegangen.