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Hausärzteverbandschef will Debatte über Vorteile für Geimpfte

19:45
16.03.2021
Der Chef des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, fordert nach dem vorläufigen Aussetzen des Impfens mit dem Astrazeneca-Vakzin eine Debatte über Vorteile für Geimpfte. 

Berlin - Der Impfstopp für Astrazeneca sei „ein Schlag ins Kontor für die Impfkampagne“, sagte Weigeldt am Dienstag im Interview mit ZDFheute. „Ich glaube, wir müssen darüber diskutieren: Welche Vorteile habe ich, wenn ich geimpft bin? Habe ich dann Freiheiten zurück?“, betonte Weigeldt. Man müsse irgendeinen Vorteil haben, sich impfen zu lassen.
Der Verbandschef berichtete, viele Hausärztinnen und Hausärzte seien am Montag geschockt gewesen über das Aussetzen der Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs. Sie hätten am Morgen noch in Impfzentren und Praxen Menschen vom Impfstoff überzeugt und seien quasi in der Mittagspause davon überrollt worden, „dass das alles jetzt nicht mehr wertvoll ist“. „Sie haben dann natürlich Sorge, dass das Vertrauensverhältnis gestört ist.“ Das könne über die Hausarztpraxen aber aufgefangen werden, weil sie die Patientinnen und Patienten am besten kennen würden, „besser als jedes Impfzentrum und jedes Call-Center“.

Vollständig genesene Kinder dürfen auch ohne Corona-Test in die Kita

18:34
16.03.2021
Vollständig von Erkältungen genesene Kinder und Erzieher dürfen auch ohne einen negativen Corona-Test wieder in Bayerns Kitas gehen.

München - „Es braucht keinen Test für die Rückkehr in die Kita, wenn es den Schnupfen auskuriert hat“, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Dienstag im Landtag in München. Es sei bedauerlich, dass es nach den jüngsten Änderungen der Vorgaben Missverständnisse gegeben habe. Seit diesem Montag gelten aus Angst vor den Mutationen des Corona-Virus schärfere Regelungen für Kita- und Grundschulkinder.

Trautner betonte aber, dass es nicht stimme, dass die vor einer Woche veröffentlichte Neuregelung inhaltlich noch mal verändert wurde: „Es hat sich nichts geändert.“ Weiterhin sei es auch möglich, leicht erkältete Krippen- und Kita-Kinder freizutesten.

Insbesondere die Regelungen bei leichten Erkältungssymptomen ohne Fieber hatten bei Eltern und Kita-Personal für Verwirrungen gesorgt. Durften die Jüngsten bislang auch mit leichtem Schnupfen oder Husten in die Einrichtungen kommen, geht dies nun nur noch mit einem negativen Corona-Test. Alternativ kann das Kind bis zum Abklingen der Symptome daheim bleiben.

Kranke Kinder mit unter anderem Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, Schnupfen, Erbrechen oder Durchfall dürfen grundsätzlich nicht in die Kitas kommen. Sie müssen erst wieder gesund sein und ein negatives Testergebnis vorlegen. „Der Test kann auch während der Erkrankungsphase erfolgen“, heißt es im Rahmenhygieneplan ausdrücklich.