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Holetschek: Lieferreduzierung durch Astrazeneca zerstört Vertrauen

08:40
14.03.2021
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Reduzierung der Impfstofflieferungen durch den Hersteller Astrazeneca scharf kritisiert. 

Berlin - Sie sei „absolut inakzeptabel“ und zerstöre massiv Vertrauen, sagte der CSU-Politiker der „Bild am Sonntag“. Der britisch-schwedische Pharmakonzern begründete die Lieferengpässe unter anderem mit den Exportbeschränkungen anderer Länder. „Es kann doch nicht sein, dass Exportbeschränkungen zu Lasten der Menschen gehen. Es reicht langsam“, sagte Holetschek weiter.

Bayern will trotzdem am 1. April mit dem Impfen durch die Hausärzte vor allem in den Grenzregionen starten. „Wichtig ist, dass der Impfstoff, der für Anfang April angekündigt ist, kommt und auf allen Ebenen schnell ausgeliefert wird“, so der CSU-Politiker.

Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern.

Kinderärzte sehen Ansturm nach neuen Test-Regeln für Kinder gelassen

08:37
14.03.2021
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Bayern hält die neuen Coronatest-Regelungen für Kita- und Grundschulkinder für richtig und in der Umsetzung für machbar.

Regensburg -  „Wir sehen alles Mögliche bei den Kindern, die corona-positiv sind. Deshalb sagen wir, wir müssen so viel testen wie möglich, um Infektionen zu erkennen und frühzeitig Ausbrüche zu verhindern“, sagte der Landesvorsitzende, Dominik Ewald, der Deutschen Presse-Agentur in Regensburg.

Nur so lasse sich vermeiden, dass Krippen und Kindertagesstätten gehäuft geschlossen werden müssten - mit entsprechenden Folgen für die Kinder, Eltern und die Wirtschaft. Von diesem Montag an müssen entgegen der bisherigen Regelungen auch Kita- und Grundschulkinder mit leichten Erkältungssymptomen Zuhause bleiben und dürfen erst nach einem negativen Corona-Test wieder in die Einrichtungen und Schulen zurückkehren.

Dem dadurch zu erwartenden Anstieg an jungen Patienten seien die Kinderärztinnen und -ärzte gewachsen, sagte Ewald. „Wir werden das so organisieren, dass es entweder eine räumliche oder zeitliche Trennung in den Praxen gibt.“ Sämtliche Mitarbeiter seien inzwischen im Umgang mit Verdachtsfällen routiniert.

„Wir haben bei der ersten Welle gesehen, dass wir eigentlich sehr, sehr wenige positive Kinder mit Symptomen hatten. Die Dunkelziffer war aber eigentlich wesentlich höher“, berichtete Ewald mit Blick auf entsprechende Antikörperstudien. Wegen der Ausbreitung der noch ansteckenderen britischen Variante müssten infizierte Kinder daher noch schneller aufgespürt werden. „Wir müssen das ernst nehmen, denn diese Kinder stecken die Eltern und andere Familienangehörige an.“