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Corona-Fälle bei Jahn Regensburg: Pokalspiel droht Absage

11:12
01.03.2021
Jahn Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic wurde am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet. Nun berichtet Geschäftsführer Christian Keller von weiteren Fällen bei den Oberpfälzern. Der Jahn und auch Werder rechnen mit einer Verlegung des DFB-Pokal-Viertelfinales.

Dem DFB-Pokal-Viertelfinalspiel zwischen dem SSV Jahn Regensburg und Werder Bremen am Dienstag (18.30 Uhr) droht die Absage. Beim Fußball-Zweitligisten aus der Oberpfalz seien über Cheftrainer Mersad Selimbegovic hinaus weitere Corona-Fälle aufgetreten. Dies berichtete Geschäftsführer Christian Keller bei der Pressekonferenz am Montag und sagte, dass der Verein daher mit einer Verlegung der Partie rechne. Auch die Grün-Weißen aus Bremen "gehen davon aus, dass die Partie nicht stattfinden wird", hieß es auf der Homepage am Montag.

Das gesamte SSV-Betreuerteam und die Mannschaft müssten nun voraussichtlich in Quarantäne, erklärte Geschäftsführer Keller. Vom Gesundheitsamt in Regensburg und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gab es zunächst keine offizielle Mitteilung dazu.

Die Regensburger rechnen auch damit, dass die nächsten beiden Ligapartien beim VfL Osnabrück am 7. März und zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth am 13. März nicht wie ursprünglich angesetzt stattfinden können.

Bereits am Freitag war Jahn-Trainer Selimbegovic positiv auf das Coronavirus getestet worden und verpasste daraufhin das Zweitligaspiel am selben Abend gegen Paderborn (1:0).

Der 38-Jährige berichtete der "Mittelbayerischen Zeitung", dass er keine Symptome habe. Er konnte sich demnach auch nicht erklären, wo er sich infiziert haben könnte. Selimbegovic musste den Sieg in häuslicher Quarantäne verfolgen und wurde von seinem Assistenten Sebastian Dreier an der Seitenlinie vertreten.

Tiefststand bei Corona-Toten seit November

10:32
01.03.2021
Die Interpretation sei schwierig, sagen die Experten, aber die Zahlen zu den Corona-Todesfällen deuten auf einen ersten Erfolg der Impfkampagne in Deutschland hin.

Berlin - Die Zahl der binnen 24 Stunden ans Robert Koch-Institut gemeldeten Corona-Todesfälle hat den tiefsten Wert seit Anfang November erreicht - allerdings ist diese Entwicklung mit Vorsicht zu interpretieren.

Die Behörden der Bundesländer übermittelten im Laufe des Sonntags 60 neue Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, wie aus RKI-Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Kann sich der Trend fortsetzen? Ist das auch eine Folge der Impfungen bei Hochbetagten? Bei der Interpretation des Tiefststandes sind mehrere Dinge zu beachten:

- Der Wert bezieht sich explizit nicht darauf, wie viele Menschen binnen eines Tages gestorben sind. Es geht um die Zahl der Meldungen an das RKI. Darin können auch Todesfälle enthalten sein, die schon einige Zeit zurückliegen.

- An Montagen sind die Zahlen generell besonders niedrig, weil an Sonntagen weniger gemeldet wird. Am Montag vor einer Woche lag der Wert bei 62, am Montag den 11.1. lag der Wert bei 343.

- Die Zahl der Corona-Toten hinkt der Entwicklung bei den Infektionszahlen erwartungsgemäß hinterher. Das RKI zitiert Forschungsergebnisse, denen zufolge zwischen Symptombeginn und Tod mehr oder weniger zwei Wochen vergehen. Die Zahl der Neuinfektionen hatte Anfang 2021 über mehrere Wochen deutlich abgenommen und Mitte Februar die tiefsten Werte erreicht. Dass nun auch die Todeszahlen vergleichsweise tiefe Werte erreichen, war deshalb auch erwartbar.

- Die Impfungen von Hochbetagten, die grundsätzlich ein besonders hohes Sterberisiko haben, könnten eine Rolle spielen. So hat die Mehrheit der Pflegeheimbewohner bereits zwei Dosen und damit den vollen Impfschutz erhalten. "Das Risiko, an Corona zu erkranken, hat sich für unsere höchstbetagten Bürgerinnen und Bürger deutlich reduziert", hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag gesagt. Und RKI-Präsident Lothar Wieler ergänzte, dass die Fallzahlen bei den Über-80-Jährigen weiter abnehmen, obwohl es nach wie vor Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern gebe. "Das ist wahrscheinlich schon ein Effekt der Impfung."