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Erkältete nur mit negativem Corona-Test in Kitas

16:20
11.03.2021
Laufende Nase, Husten, Halskratzen - normalerweise sind klassische Erkrankungen meist kein Grund, sofort zu Hause zu bleiben. In der Pandemie ist aber nichts normal.

München (dpa/lby) - Aus Sorge vor den Corona-Mutationen gelten in Bayern ab kommendem Montag deutlich strengere Vorschriften zur Vorlage von Testergebnissen vor dem Besuch von Kitas und Horten. Demnach müssen Kinder wie Mitarbeiter einen negativen Test vorweisen, wenn sie Erkältungsanzeichen wie Husten oder Schnupfen haben. Auch nach einer überstandenen normalen Erkältung muss vor der Rückkehr ein Test durchgeführt werden. Dies teilte am Donnerstag das zuständige Sozialministerium in München mit.

   

Ob das zeitgleich auch für Schulen gilt, war zunächst noch offen. Details zum weiteren Vorgehen sollten nach den Angaben des Kultusministeriums aber zeitnah veröffentlicht werden. Generell wird in den Bereichen aber immer eine identische Regelung angestrebt.

Nach Angaben des für Kitas und Horte verantwortlichen Sozialministeriums setzt der ab dem 15. März gültige Rahmenhygieneplan damit wieder die Empfehlung der beratenden Ärzteschaft um und wird mit der wachsenden Sorge der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutation begründet. Auch nach einer Erkrankung muss dann vor der Rückkehr in Kita oder Hort ein negativer Test vorgelegt werden.

Akzeptiert werden dafür aber nur von Fachpersonal durchgeführte Tests, Laientests seien nicht "ausreichend", heißt es aus dem Sozialministerium. Konkret bedeutet dies, dass also nur zeitnah durchgeführte Schnell- oder PCR-Tests aus Apotheken oder bei Ärzten oder in den Impfzentren den Zugang in Horten wie Kitas ermöglichen. Die im Handel verfügbaren Selbsttests werden nicht anerkannt.

"Durch die zunehmende Ausbreitung der Virus-Mutation und der damit verbundenen steigenden Inzidenzen haben wir aber eine neue Situation, die uns Sorge bereitet. Kleine Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung zahlreiche leichte Infektionen mit Symptomen, die sich in der aktuellen Pandemie leider nicht auf den ersten Blick von einer Corona-Infektion unterscheiden lassen", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Ihr sei bewusst, dass für die Eltern mit zusätzlichen Testungen ein Mehraufwand verbunden sei. Die neue Regel diene aber dem Schutz von Beschäftigen, Eltern und deren Kindern.

"Das frühe Aufspüren von Neuinfektionen durch Tests ist gerade mit Blick auf ansteckendere Virus-Mutationen essenziell um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen", sagte Markus Beier, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes. Wie bisher dürfen auch nach der neuen Regel kranke Kinder oder Betreuer, etwa mit Fieber und Durchfall, Kindertagesbetreuungen nicht besuchen.

Kreis Haßberge: Mittlerweile 33 Mutationen

16:17
11.03.2021
   

Mittlerweile haben sich 31 Menschen mit der britischen Variante des Virus infiziert. Aktuell gibt es acht Neuinfektionen. Der Inzidenzwert liegt bei 43,8.

Kreis Haßberge - Das Gesundheitsamt Haßberge meldet am Donnerstag, 11. März, acht weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle seit Ausbruch der Pandemie auf 2496. Aktuell sind 71 Personen infiziert, acht werden stationär im Krankenhaus behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. In häuslicher Isolation befinden sich 166 Personen. 2356 Bürger sind inzwischen wieder genesen. 69 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit der Infektion verstorben.

   

Mittlerweile wurden im Landkreis Haßberge insgesamt 33 bedenkliche Corona-Mutanten bestätigt. Bei 31 Fällen handelt es sich um das britische Virus, bei einem um die südafrikanische Variante. 19 weitere Mutationsfälle lassen sich nicht eindeutig definieren.

Neben diesen bestätigten Mutanten gibt es noch sieben Verdachtsfälle, hier steht das Ergebnis der sogenannten Genom-Sequenzierung noch aus. Aktuell werden alle positiven Corona-Testergebnisse auf Mutationen untersucht. Bisher konnte nicht festgestellt werden, dass es durch die Corona-Mutationen zu größeren Ausbrüchen kam.

Seit Montag können sich alle Bürgerinnen und Bürger ohne Symptome kostenlos in den fünf Schnelltestzentren in Haßfurt, Hofheim, Ebern, Maroldsweisach und Eltmann auf Corona testen lassen. Die Testungen laufen reibungslos, ohne unnötige Wartezeiten und unbürokratisch ohne Terminvereinbarung. Gegenüber einem PCR-Test, wie er beispielsweise im Testzentrum Wonfurt angewendet wird, hat der Schnelltest den Vorteil, dass der Testwillige bereits nach 15 bis 20 Minuten Gewissheit über eine mögliche Corona-Infektion hat. Bei einem PCR-Test bekommt der Testwillige das Ergebnis in der Regel am Folgetag, auf jeden Fall aber innerhalb von 48 Stunden. An folgenden Standorten werden Antigen-Schnelltests für alle angeboten:

Turnhalle an der Grundschule Ebern: Montag, Mittwoch und Freitag von 12 bis 18 Uhr.

VHS – Volkshochschule Haßfurt: Montag, Mittwoch und Freitag von 12 bis 18 Uhr.

Grundschule Maroldsweisach: Dienstag und Donnerstag von 12 bis 18 Uhr.

Eltmann Stadthalle: Dienstag und Donnerstag 12 bis 18 Uhr.

Haus des Gastes Hofheim: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 12 bis 18 Uhr.

Drei Wege führen für Personen, die über 80 Jahre alt sind, zum persönlichen Impftermin: Eine telefonische Anmeldung über die Impf-Hotline des Landratsamtes Haßberge, erreichbar unter der Rufnummer 09521/27600, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag, 8 Uhr bis 12.30 Uhr, oder eine Onlineanmeldung über www.impfzentren.bayern.de.

Termine werden dann nach Verfügbarkeit des Impfstoffs vergeben. Jeder erhält dabei immer gleich zwei Impftermine, , weil erst mit der Zweitimpfung die volle Schutzwirkung der Impfung erreicht wird.

Alternativ kann auch eine Postkarte ausgefüllt werden, die in den einzelnen Kommunen, in den Arztpraxen und Apotheken ausliegen.