Der Landkreis Kulmbach plant für den 10. Juli eine Sonderimpfung im Stadtzentrum von Kulmbach. Damit will man es den Bürgern so leicht wie möglich machen.
Kulmbach - Für den Samstag in einer Woche plant der Landkreis eine Sonderimpfung. Das Impfzentrum bietet dann von 8 bis 12 Uhr ohne jede Voranmeldung Schutzimpfungen auf dem EKU-Platz mit BioNTech an. Wer das Angebot wahrnehmen möchte, wird gebeten, sich unter www.impfzentren.bayern oder telefonisch unter 09221/707-657 zu registrieren. Ein digitaler Impfnachweis wird vor Ort ausgestellt.
„Der Impfprozess ist im Landkreis bisher gut vorangekommen. Dafür bedanke ich mich bei allen Beteiligten im Impfzentrum und bei den Ärzten“, erklärte am Freitag Landrat Klaus Peter Söllner. Mit Blick auf die sich ausbreitende Delta-Variante sei es wichtig, beim Impfen nicht nach zu lassen. „Daher kommen wir mit dem Impfstoff zu den Bürgern, um es jedem so einfach wie möglich zu machen.“
Die Leiterin des Gesundheitsamts, Dr. Camelia Fiedler, verweist auf die „fast 100 Prozent höhere Übertragbarkeit“ bei der Delta-Variante. Eine vollständige Impfung biete auch bei der in über 90 Prozent der Fälle einen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. „Impfen ist damit nicht nur der gemeinsame Weg aus der Pandemie, sondern auch der effektivste Schutz für jeden Einzelnen.“
Die Ärztliche Leiterin des Impfzentrums und Vorsitzende des Hausartvereins Kulmbach Stadt und Land, Dr. Anja Tischer, verweist in diesem Zusammenhang auf das Risiko auch für jüngere Menschen. Dies gelte vor allem dann, wenn Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, psychische Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen bestehen.
Außerdem verweist sie auf das Post-Covid-19-Syndrom. „Wir sehen immer wieder auch junge, sportliche Menschen, die nach Wochen noch Schwierigkeiten zum Beispiel sogar beim Treppensteigen haben. Oft ist Sport noch nicht wieder möglich und das Berufsleben eingeschränkt“, so Tischer.
„Die niedrigen Inzidenzzahlen sollten uns also nicht in Sicherheit wiegen“, betont der Leiter des Krisenstabs Oliver Hempfling. „Wir haben jetzt genügend Impfstoff, auch in den Hausarztpraxen, um alle Impfwilligen zu versorgen.“ Wenn die Impfbereitschaft erst bei steigenden Zahlen wieder steige, sei es womöglich zu spät.“