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H&M erzielt wieder Gewinn - Corona-Belastungen schwinden

08:31
01.07.2021
Die leichte Entspannung der Corona-Lage und die damit verbundenen Lockerungen schlagen sich auch in den Geschäftszahlen von H&M nieder. Im zweiten Geschäftsquartal zog der Umsatz an.

Stockholm - Die Bekleidungskette Hennes & Mauritz (H&M) ist im zweiten Geschäftsquartal dank gelockerter Corona-Maßnahmen in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

In den drei Monaten bis Ende Mai verdiente der Konzern dank eines höheren Umsatzes und strikter Kostenkontrolle vor Steuern 3,6 Milliarden schwedische Kronen (355 Mio Euro), wie der Konkurrent des spanischen Konzerns Inditex (Bershka und Massimo Dutti) am Donnerstag in Stockholm mitteilte.

Vor einem Jahr hatte der Konzern mit Marken wie & Other Stories oder COS wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie Ladenschließungen einen Vorsteuerverlust von 6,5 Milliarden Kronen angehäuft. Auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 hatte der Konzern noch rote Zahlen verbucht.

Der Umsatz des zweiten Quartals zog - wie bereits seit Mitte Juni bekannt - um fast zwei Drittel auf knapp 47 Milliarden Kronen an. Die Schweden profitierten dabei zum einen davon, dass im Laufe des Quartals immer mehr Filialen öffnen konnten und zum anderen von einem starken Umsatzplus beim Verkauf über das Internet.

Deutlich weniger Prostituierte wegen Corona angemeldet

08:20
01.07.2021
Die Zahl der in Deutschland angemeldeten Prostituierten ist in der Coronapandemie um mehr als ein Drittel gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Wiesbaden - Ende 2020 seien bei den Behörden in Deutschland rund 24 900 Prostituierte gültig angemeldet gewesen, 38 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Ein Fünftel von ihnen hatte die deutsche Staatsangehörigkeit, mehr als ein Drittel (35 Prozent) die rumänische und etwa ein Zehntel (11 Prozent) die bulgarische.

Bordelle und andere Prostitutionsstätten waren in der Pandemie monatelang geschlossen, zudem stockte das Anmeldeverfahren, wie das Bundesamt mitteilte. Ende 2020 hatten den Angaben zufolge 2290 Prostitutionsgewerbe eine erteilte oder vorläufige Erlaubnis, fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg sei damit geringer ausgefallen als in den Vorjahren. Bei 93 Prozent handelte es sich um Prostitutionsstätten, auf Prostitutionsvermittlungen, -fahrzeuge und -veranstaltungen entfielen zusammen sieben Prozent der Erlaubnisse.

Von den angemeldeten Prostituierten waren laut Bundesamt mit 79 Prozent die meisten zwischen 21 und 44 Jahre alt, 18 Prozent waren 45 Jahre oder älter, drei Prozent zwischen 18 und 20 Jahren alt. Das seit 1. Juli 2017 geltende Prostituiertenschutzgesetz schreibt Prostituierten eine Anmeldepflicht und für Prostitutionsgewerbe eine Erlaubnispflicht vor. Nicht angemeldete Gewerbe und Prostituierte werden in der Statistik nicht erfasst. Das gilt auch für das Geschlecht der angemeldeten Prostituierten.