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Impfungen an Unis: Mehr Präsenz-Vorlesungen ermöglichen

11:58
30.06.2021
Augsburg (dpa/lby) - Mit speziellen Impfangeboten für Studierende will Bayern im kommenden Wintersemester mehr Präsenz-Veranstaltungen an den Hochschulen ermöglichen. "Impfstoff ist nun erfreulicherweise leichter verfügbar, nun soll er die Studentinnen und Studenten, die sich impfen lassen möchten, auch zügig erreichen", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München.

Gemeinsam mit den Hochschulen und Kommunen sollen die Impfangebote so koordiniert werde, dass die vorhandenen Kapazitäten und Kontingente umfassend ausgeschöpft werden können. "Mit der geplanten Impfaktion setzen wir ein deutliches Signal: Wir sind Bildungsland. Wir tun alles dafür, dass unsere Studentinnen und Studenten im kommenden Wintersemester wieder möglichst normal am Hochschulbetrieb teilhaben können", betonte Sibler.


Bayerns Hochschulen hatten - bis auf wenige Ausnahmen, etwa für Labortätigkeiten - nahezu alle Vorlesungen und Seminare seit Beginn der Corona-Pandemie im Sommersemester 2020 ins Internet verlegt. Nur Prüfungen wurden teils in Präsenz ausgerichtet.


"Seit drei Semestern haben sich Studierende solidarisch mit betroffenen Personengruppen gezeigt und fast nur im digitalen Raum gelernt und sich ausgetauscht. Dass nun mit einer gezielten Impfaktion den Studierenden wieder mehr Möglichkeiten für Begegnungen, Diskussionen und Lernräume am Campus geschaffen werden, freut uns als Landesstudierendenvertretung sehr", sagte Anna-Maria Trinkgeld, Sprecherin der LAK Bayern. Neben Selbsttests und Hygienekonzepten seien Impfungen ein wichtiger Baustein für die Sicherheit am Campus.


Entscheidend für die weitere Öffnung der Hochschulen und Präsenzveranstaltungen als Regelfall ist laut Sibler demzufolge ein stabiles Infektionsgeschehen: "Unsere Hochschulen sind Orte der Kommunikation, des unmittelbaren Austausches und Miteinanders. Wir werden ermöglichen, was verantwortbar ist."

dpa

Coronazahlen weltweit steigen wieder

11:58
30.06.2021
Das Coronavirus hält die Welt weiter in Atem. Erstmals seit Mitte April steigt weltweit die Zahl der Neuinfketionen. Besorgniserregend ist die Lage in Afrika.

Genf - Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen weltweit ist vergangene Woche erstmals seit Mitte April wieder leicht gestiegen. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.


Gleichzeitig wurden weltweit so wenig Todesfälle durch eine Corona-Infektion gemeldet wie seit November 2020 nicht mehr. Die Zahlen beziehen sich auf die sieben Tage bis zum 27. Juni.


Die WHO ruft Behörden auf, besonders bei religiösen und sportlichen Großveranstaltungen strikt auf die Einhaltung von Hygiene-Maßnahmen zu achten. "Ungenaue Planung oder Einschätzung von Ansteckungsrisiken erlauben es dem Virus, sich auszubreiten", warnt die WHO.


Besorgniserregend seien die Zahlen aus Afrika. Dort stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen im Vergleich zur Vorwoche um 33 Prozent, die Zahl der gemeldeten Todesfälle um 42 Prozent. In der WHO-Europa-Region stieg die Zahl der gemeldeten Fälle um zehn Prozent. Zu der Region gehören 53 Länder von Albanien bis Usbekistan.


Weltweit wurden vergangene Woche 2,6 Millionen Infektionen gemeldet, zwei Prozent mehr als in der Vorwoche, und 57 000 Todesfälle, zehn Prozent weniger als in der Vorwoche. Seit Beginn der Pandemie haben sich nach der WHO-Statistik mindestens 180 Millionen Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, fast vier Millionen sind ums Leben gekommen. Bei beiden Fällen dürfte es nach Expertenmeinung hohe Dunkelziffern geben, weil nicht in allen Ländern gleich viel getestet wird und nicht alle Infektionen und Todesfälle registriert werden.




In absoluten Zahlen gab es vergangene Woche die meisten Neuinfektionen in Brasilien, gefolgt von Indien, Kolumbien und Russland. Berechnet auf 100.000 Einwohner war der Anstieg besonders groß auf den Seychellen, in Namibia und der Mongolei.

Bis zum 29. Juni haben 96 Länder das Auftauchen der Virusvariante Delta gemeldet. Weil in vielen Ländern aber Kapazitäten zur Bestimmung der Varianten fehlt, geht die WHO davon aus, dass sie viel weiter verbreitet ist. Weil sie ansteckender ist als andere Varianten werde sie sich in den kommenden Monaten zur dominanten Variante entwickeln, so die WHO.

dpa