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20210627072318

Lichtenfels mit höchster Inzidenz Deutschlands

07:22
27.06.2021
Zu einem Ausbruchsgeschehen in einer Firma kommen noch Neuinfektionen in einer Familie hinzu.

Lichtenfels - Lichtenfels hat am Sonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 46,4 aufgewiesen. Das ist laut Robert-Koch-Institut der höchste Wert in ganz Deutschland. Den zweithöchsten Wert hat Heilbronn mit 31,6. Laut RKI hat es in den vergangenen sieben Tagen 31 neue Fälle im Raum Lichtenfels gegeben. Wie von der NP berichtet, liegt die steigende Inzidenz zum einen an einem Ausbruchsgeschehen in einer Firma im westlichen Landkreis. Aktuell sind zehn Mitarbeiter positiv, wie das Landratsamt auf seiner Homepage informiert. Davon sind drei aus anderen Landkreisen. Von den sieben positiven Fällen aus dem Landkreis Lichtenfels sind weitere fünf Angehörige positiv auf Corona getestet. Es erfolgte bereits eine Reihentestung in der Firma. Hierzu lägen nun alle Ergebnisse vor. Bis auf die bereits gemeldeten zehn Positiven, seien keine weiteren aus der Firma hinzugekommen.

Martin Fleischmann

RKI registriert 538 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,7

07:22
27.06.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 538 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Berlin - Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 842 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,7 an (Vortag: 5,9; Vorwoche: 8,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden acht neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 726 710 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.619.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.754.

Der Sieben-Tage-R-Wert lag dem RKI zufolge am Samstagabend bei 0,82 (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

dpa

Experten empfehlen Impfung für Genesene in jedem Fall

16:45
26.06.2021
Eine Impfung für genesene Corona-Patienten ist nach Expertenaussagen auch bei hohem Antikörperlevel sinnvoll. 

Berlin - Man könne davon ausgehen, dass in sechs Monaten in der Regel ein sehr guter Schutz bei allen Menschen vorhanden sei, die Covid durchgemacht hätten, allerdings falle die Entwicklung unterschiedlich aus, sagte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, in einer Diskussionsrunde am Samstag in Berlin. „Es gibt Personen, bei denen es relativ niedrige Werte anfänglich gibt und die dann auch relativ schnell abfallen, bei anderen Personen ist das anders.“ Es sei im Detail noch nicht ganz klar, was genau vor Covid-19 schütze. „Deswegen würde ich davon abraten, mich einfach nur an dem Antikörperlevel zu orientieren.“ Mit einer einmaligen Impfung nach der Genesung sei sichergestellt, dass auch ein voller Schutz da sei.

„Es kann Menschen geben, die haben Antikörper im Blut, aber diese Antikörper schützen gar nicht“, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. Andere hätten einen Schutz, obwohl keine Antikörper bei ihnen nachzuweisen seien. Geimpfte Genesene hätten in jedem Fall einen wirklich sehr guten Immunschutz. „Also ich würde mir den gönnen.“

Aus der Anzahl der Antikörper lasse sich noch nicht sagen, wie gut oder schlecht der Schutz sei, sagte auch der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens. „Wir wissen aus Studien ganz gut, dass da eine Impfung ausreicht“, betonte er mit Blick auf Genesene. Eine zweite bringe keinen zusätzlichen Nutzen.

dpa