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20210311141551

Hotels und Gaststätten: Schnellere Impfung für Mitarbeiter

09:25
11.03.2021

München (dpa/lby) - Der bayerische Hotel- und Gaststätten-Verband fordert vorgezogene Impfungen für seine Mitarbeiter. Wenn besonders empfindliche Personengruppen durchgeimpft seien, müssten sie eine "höhere Priorisierung" bekommen, sagte Verbandspräsidentin Angela Inselkammer am Donnerstag.

Der Verband bewegt sich argumentativ dabei auf einem schwierigen Pfad, schließlich betont er seit langem, dass der Aufenthalt in der Gastronomie und Hotels sicher sei. Auch Inselkammer bekräftigt dies, dennoch sei das Gastgewerbe "eine Branche mit hoher Kontaktfrequenz". Zudem fordert sie auch aus wirtschaftlichen Gründen, die Branche beim Impfen nicht zu vergessen. "Wollen wir nicht Insolvenzen von Betrieben in allen Regionen riskieren, die landauf, landab 477 000 Menschen einen Vollerwerb sichern, müssen wir sie jetzt auch beim Impfen entsprechend ihrer Kontakthäufigkeit vorrangig behandeln."

Piazolo: Mit mehr Tests auch Schulöffnungen in Hotspots ermöglichen

09:19
11.03.2021
Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) schlägt für Regionen mit hohen Corona-Zahlen umfassende Testkonzepte für Schulen vor, um auch dort teilweise wieder Wechselunterricht zu ermöglichen. 

München - „Ich könnte mir vorstellen, dass wir über die Methode des intensiven Testens auch bei Sieben-Tage-Inzidenzen über 100 mindestens die Grundschulen wieder öffnen können“, sagte Piazolo am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Derzeit ist in Landkreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenzen über 100 lediglich Distanzunterricht möglich.

Bei seinem Vorschlag denkt Piazolo in jedem Fall an regelmäßige Tests zweimal pro Woche, lässt die genaue Art und Abfolge der Test aber noch offen. Es seien viele verschiedene Modelle denkbar. Das müsse man nun noch mit Wissenschaftlern besprechen.

Eine Test-Verpflichtung für Schülerinnen und Schüler sieht Piazolo aber skeptisch. „Die Schulen müssten die Tests verpflichtend durchführen. Aber eine Test-Verpflichtung für alle - da wäre ich im ersten Moment zurückhaltend.“ Allerdings müsse sich schon ein sehr hoher Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler beteiligen, damit man Wechselunterricht ermöglichen könne.

Geht es nach Piazolo, könnte in der Woche vor den Osterferien ein Pilotversuch in einem oder in mehreren ostbayerischen Landkreisen starten. Und je nach Entwicklung der Corona-Zahlen könnte das Modell nach den Ferien dann ausgeweitet werden. „Wir machen uns schon Gedanken über den ostbayerischen Raum – wie wir es schaffen, auch dort wieder Schüler in die Schule zu bringen“, betonte er.

In ostbayerischen Landkreisen an der Grenze zu Tschechien sind die Corona-Infektionszahlen anhaltend sehr hoch, unter anderem wegen der beschleunigten Ausbreitung der britischen Virusvariante.