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Weniger Inobhutnahmen im Corona-Jahr 2020

09:14
24.06.2021
Überforderte Eltern, Vernachlässigung, Misshandlung: In solchen Fällen bringen Jugendämter Kinder vorübergehend unter. Anders als erwartet stieg die Zahl in der Pandemie nicht. Das kann aber täuschen.

Wiesbaden - Die Jugendämter in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 weniger Kinder und Jugendliche in Obhut genommen als im Jahr davor. Die Zahl der Inobhutnahmen sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag um acht Prozent auf rund 45.400. Möglicherweise blieben in der Pandemie aber viele Fälle unentdeckt.

Zum aktuellen Rückgang der Zahlen hieß es: "Anders als in den beiden Vorjahren war dafür im Corona-Jahr 2020 jedoch nicht allein die sinkende Zahl der Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise verantwortlich." Und weiter: "Noch deutlicher war der Rückgang in Fällen von dringender Kindeswohlgefährdung." Auch die Zahl der Selbstmeldungen von Jungen und Mädchen habe abgenommen.

"Inwieweit diese Entwicklungen in Zusammenhang mit den Lockdowns und den Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Pandemie stehen, lässt sich anhand der vorliegenden Ergebnisse nicht beantworten", hieß es in Wiesbaden. Studien wiesen jedoch darauf hin, "dass ein Teil der Kinderschutzfälle coronabedingt unentdeckt geblieben und das Dunkelfeld somit gewachsen sein könnte".

Am häufigsten wurden Kinder und Jugendliche 2020 wegen der Überforderung eines oder beider Elternteile in Obhut genommen - in 41 Prozent der Fälle. Mit Abstand folgte an zweiter Stelle die unbegleitete Einreise aus dem Ausland (17 Prozent). Anzeichen für Vernachlässigungen waren der dritthäufigste Grund (15 Prozent), gefolgt von Hinweisen auf körperliche Misshandlungen (13 Prozent). Ebenso häufig ging es um Beziehungsprobleme und in acht Prozent der Fälle um psychische Misshandlungen.

Ein Drittel aller 2020 in Obhut genommenen Jungen und Mädchen war jünger als zwölf Jahre, jedes zehnte Kind sogar jünger als drei Jahre. Während der Inobhutnahme wurde die Mehrheit der Betroffenen zum Beispiel einem Heim untergebracht. Etwa jede zweite Schutzmaßnahme konnte nach spätestens zwei Wochen beendet werden. In etwa jedem achten Fall dauerte die Inobhutnahme drei Monate oder länger.

Stadt und Landkreis Hof: Keine neuen Corona-Fälle

08:07
24.06.2021
Im Raum Hof sind keine weiteren Personen Corona-positiv getestet worden. Dadurch sinkt die Inzidenz im Landkreis wieder.

Hof - Die Zahl der bisher festgestellten Corona-Fälle im Landkreis und der Stadt Hof liegt damit weiterhin bei 10 359.

Da drei Personen wieder aus der häuslichen Isolierung entlassen werden konnten, sinkt die Zahl der aktuellen Fälle auf 30 Personen. 10 056 Personen gelten als genesen.

Die 30 aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf Stadt und Landkreis:

Landkreis Hof: 21

Stadt Hof: 9
7-Tage-Inzidenzwerte (Berechnung laut RKI)**:

Landkreis Hof: 3,2 (neue Fälle letzte 7 Tage: 3)

Stadt Hof: 6,5 (neue Fälle letzte 7 Tage: 3)

Seit Beginn der Impfungen wurden im Hofer Land insgesamt 148 663 Impfungen (durch Impfzentren und Hausarztpraxen) durchgeführt, davon 85 041 Erstimpfungen. Die Impfquote nach Erstimpfungen liegt bei 60,47 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Impfquote der impffähigen über 16-Jährigen liegt bei 69,8 Prozent. Die Quote der vollständig Geimpften steigt auf 45,24 Prozent.