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20210618132458

Niederländischer König verletzt erneut Corona-Regeln

13:24
18.06.2021
Der Monarch gibt sich volksnah. Er hat am Donnerstag Oranje-Fans auf der Straße besucht. An die erforderlichen 1,5 Meter Abstand hat er dabei offensichtlich nicht gedacht.

Den Haag - Der niederländische König Willem-Alexander (54) steht erneut stark in der Kritik, weil er die Corona-Regeln nicht beachtet hat.

Der Monarch hatte am Donnerstagabend vor dem EM-Spiel der Niederlande eine Straße mit Oranje-Fans in Den Haag besucht: Auf Fotos und Videos ist zu sehen, dass er die erforderlichen 1,5 Meter Abstand nicht einhält und Hände schüttelt. Minister rügten den König am Freitag: "Die Regeln gelten für jeden", sagte die Ministerin für medizinische Versorgung, Tamara van Ark, dem TV-Sender NOS.


Der König habe eine Vorbildfunktion, sagte die Ministerin. "Die Regeln gibt es nicht umsonst." Mehrere Minister äußerten allerdings auch Verständnis für die Fußball-Begeisterung des Königs. Die Straße, die der König besuchte, ist als "Schönste Oranjestraße" des Landes während der Fußball-EM ausgezeichnet worden. Sie ist komplett mit orangefarbenen Flaggen und Girlanden verziert.

Es ist nicht das erste Mal, dass der König die Regeln verletzt und sich den Zorn der Öffentlichkeit zuzieht. Im Herbst war die ganze Familie in den Urlaub nach Griechenland gefahren, obwohl die Regierung alle Bürger aufgerufen hatte, zu Hause zu bleiben. Die Sympathiewerte für das Königshaus waren daraufhin stark zurück gegangen.

dpa

Bayern-Minister zu vollen Stadien: "Nicht verantwortbar"

12:45
18.06.2021
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek dämpft die Hoffnungen im deutschen Fußball auf eine baldige Rückkehr aller Fans in die Stadien. Trotz rückläufiger Corona-Infektionszahlen mahnt der CSU-Politiker vor allem wegen der hochansteckenden Delta-Variante zu Zurückhaltung.

München - Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek dämpft die Hoffnungen im deutschen Fußball auf eine baldige Rückkehr aller Fans in die Stadien. Trotz rückläufiger Corona-Infektionszahlen mahnt der CSU-Politiker vor allem wegen der hochansteckenden Delta-Variante zu Zurückhaltung. "Wir beobachten und begleiten gerade die Spiele der Fußball-EM mit einer begrenzten Zuschauerzahl. Das ist sozusagen ein erster Modellversuch. Spekulationen über Modellversuche mit vollbesetzten Stadien im Sommer halte ich aber im Moment für verfrüht und nicht verantwortbar", sagte Holetschek auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Christian Seifert, der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL), hatte am Donnerstag in der "Bild"-Zeitung gesagt, er sehe "derzeit wenig Gründe, um in der zweiten Jahreshälfte nicht schrittweise zum Normalbetrieb von Großveranstaltungen jeglicher Art zurückzukehren". Er pochte auf "Grundrechte von Menschen und Unternehmen".

In dem gemeinsamen Interview mit Noch-Vorstandschef des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, hatte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gesagt, dass er sich einen Modellversuch mit einem ausverkauften Stadion im Supercup am 17. August seines BVB gegen Meister München vorstellen könne. Rummenigge wünscht "dem FC Bayern und dem Fußball insgesamt, dass wir alle in unseren Stadien schon sehr bald ohne Risiko mit voller Kapelle, also mit 100 Prozent Zuschauerauslastung, spielen dürfen", wie er sagte.

Holetschek bremst die Euphorie. Die Delta-Variante könne "die mühsam errungenen Erfolge unserer Schutzmaßnahmen leicht wieder zunichtemachen, wenn wir nicht wachsam bleiben", sagte er.

Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, will das bayerische Gesundheitsministerium durch ein epidemiologisches Projekt der EM-Spiele in München untersuchen, "ob die Durchführung der Spiele mit Zuschauern das Infektionsgeschehen beeinflusst."