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"Dauerhafter Regelbetrieb" in Schulen nach den Sommerferien

13:35
10.06.2021
Drohen auch im nächsten Schuljahr wieder Schulschließungen? Die Kultusminister der Länder haben beraten, wie es weitergehen soll nach dem Sommer.

Berlin - Monatelange Schulschließungen wie in diesem Jahr soll es im nächsten Schuljahr nicht mehr geben.

Die Kultusminister der Länder vereinbarten am Donnerstag bei einer Videoschalte, dass alle Schulen nach den Sommerferien "dauerhaft im Regelbetrieb (...) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden" besucht werden sollen. Das geht aus einem Beschluss hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Regelbetrieb bedeute, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde. Auch außerschulische Angebote, wie Schulfahrten, würden wieder in "vollem Umfang" ermöglicht, heißt es in dem Beschluss weiter. "Wir werden alle für einen dauerhaften Regelbetrieb und die Vermeidung weiterer Schulschließungen kämpfen", hieß es aus Teilnehmerkreisen. Der Schulbetrieb soll dabei nicht daran geknüpft werden, ob Schülerinnen und Schüler geimpft sind oder nicht.

Eine mögliche Maskenpflicht in den Schulen auch im neuen Schuljahr schließen die Kultusminister nicht aus. Grundsätzlich müsse der Einsatz von Mitteln zur Eindämmung der Pandemie, wie Tests und Masken, weiter in Betracht gezogen werden, da die weitere Entwicklung unklar sei. "Aber auch eine Maskenpflicht ist immer noch absolut vorzugswürdig gegenüber einer neuerlichen Schulschließung", sagte ein Teilnehmer der Beratungen.

dpa

Tierschützer: Corona-Ausbrüche auf 400 Nerzfarmen in der EU

13:29
10.06.2021
Könnte die Corona-Pandemie ihren Ausgangspunkt in der Pelzindustrie gehabt haben, wie der Virologe Christian Drosten vermutet? In hunderten Nerzfarmen wurden in der EU Corona-Ausbrüche bekannt.

Bonn - Auf mehr als 400 Nerzfarmen in Ländern der Europäischen Union sind nach Angaben von Tierschützern Corona-Ausbrüche bekannt geworden. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn waren dabei bis Mitte Mai in zehn EU-Staaten Millionen von Tieren betroffen.

Laut einer Aufstellung der Organisation wurde Sars-CoV-2 in Dänemark auf 290 Nerzfarmen nachgewiesen, in den Niederlanden waren es 69 und in Schweden 13. In Griechenland habe es in 22 von 91 Nerzfarmen positive Testungen gegeben. Weitere Nachweise gab es laut Tierschutzbund in Italien, Litauen, Polen, Spanien, Frankreich und Lettland. Die Tierschutz-Organisation forderte ein Verbot der Zucht und Haltung von Pelztieren.

Als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie hatte Dänemark alle Nerze in den Nerzzuchtbetrieben des Landes töten lassen. Der radikale Schritt war damit begründet worden, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe. Die Nerzhaltung in Dänemark wurde bis zum 31. Dezember 2021 verboten.

In Deutschland gibt es laut Tierschutzbund derzeit keine Nerzfarmen. Sie seien zwar nicht verboten, aber wegen der Haltungsvorgaben kein lukratives Geschäft, hieß es.

dpa